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Der ungeliebte Mobilfunkmast ist weg

Demontage Der ungeliebte Mobilfunkmast ist weg

Mit einem kleinen Grillfest am „Krawallbänkchen“ an der Hainbuchs­höhe wurde am Donnerstag der Abbau des jahrelang bekämpften Mobilfunkmastes beim Sportplatz an der Hainbuchshöhe gefeiert.

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Gestern wurde der Mobilfunkmast am Sportplatz Hainbuchshöhe demontiert.

Quelle: Ingrid Lang

Lohra. Jetzt hoffen die betroffenen Anlieger um Ulrich Zoth von der Interessengemeinschaft, dass sie endlich wieder schlafen können. Vor etwa zwölfeinhalb Jahren stellte die Firma Mannesmann einen Mobilfunkmast (D2) auf dem Grundstück des Dachdeckermeisters Ludwig Sohn an der Hainbuchs­höhe auf.

Daraufhin gründete sich die Interessengemeinschaft, zu der 15 Bürger zählten und die der Meinung war, dass ein solcher Sendemast in einem Wohngebiet nichts zu suchen habe. Ende Mai 2000 ging der Funkmast in Betrieb. Während eines Forums „Mobilfunk“, das im Bürgerhaus in Lohra stattfand, warnten die beiden Experten Dr. Lebrecht von Klitzing (Universität Lübeck) und Professor Dr. Ing. Alexander Volger vor gesundheitlichen Gefahren durch die sogenannten Handystrahlen.

Klitzing ist sich sicher, dass die Funkmasten Gesundheitsstörungen verursachen. Je nach persönlicher Konstitution, Vorbelastung durch andere Schadstoffe und elektromagnetische Felder seien Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen und Aggression die Folge. Des Weiteren seien schon Herzrhythmusstörungen und ein verändertes Blutbild diagnostiziert worden, obwohl in allen Fällen der Grenzwert nach der 26. Verordnung zum Bundesimmissionsschutzgesetz unterschritten wurde, sagte damals der Experte.

Nur wenige Wochen nachdem der Sendemast in Betrieb gegangen war, hatte Zoth nach eigenen Aussagen starke Schlafstörungen, die so weit führten, dass er nachts überhaupt nicht mehr schlafen konnte und letztlich ins Krankenhaus kam.

Nach einem achtwöchigen Krankenhausaufenthalt kam er zwar nach Hause, konnte aber seinen Beruf nicht mehr ausüben. Nach etwa dreieinhalb Jahren erhielt er einen vor Strahlen schützenden Baldachin über sein Bett. Wenige Wochen später konnte Zoth wieder schlafen und stieg auch wieder ins Arbeitsleben ein. Als das Grundstück, auf dem der Funkmast stand, vor etwa sechs Jahren seinen Besitzer wechselte, kam auch für die Anwohner Hoffnung auf. Hans-Georg Hof, der jetzige Eigentümer sicherte zu, dass er den Vertrag kündigen werde, wofür ihm Zoth und die Anwohner sehr dankbar sind.

Bereits am Mittwoch wurde der Funkmast abgeschaltet und gestern wurde er mittels eines Krans von Montagearbeitern abgebaut. Gemeinsam mit der Firma Hof wurde auf der kleinen Anlage gefeiert.

von Ingrid Lang

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