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Hinterland Der „Weinboulevard“ wird mobil
Landkreis Hinterland Der „Weinboulevard“ wird mobil
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20:47 06.07.2015
Die Planung für den diesjährigen Weinboulevard läuft auf Hochtouren. Die teilnehmenden Marburger Weinhändler Barbara Rinnab (von links), Jörg Rekate, Monika Schwarzkopf-Zeckey, Roland Leibl und Jan-Piet Jaschinski bieten den Weinfans im September eine Weintour quer durch Europa, ohne dabei Marburg verlassen zu müssen. Es fehlt Robert Sabo. Quelle: Ina Tannert
Marburg

Damit festigte Deutschland seinen zehnten Platz bei den Erzeugerländern, wie die Internationale Organisation für Rebe und Wein am Montag auf ihrem Weltkongress in Mainz mitteilte. Unterdessen stellt der Klimawandel die Önologie vor Herausforderungen.

Wegen der starken Sonneneinstrahlung und des zunehmenden Zuckergehalts der Trauben suchen die Experten etwa nach Wegen, um den Alkoholgehalt von Wein zu begrenzen. Im Preiskampf gegen Discounter und Online-Anbieter setzen die Marburger Weinhändler auf Zusammenhalt, Beratung, Service und Erlebnisgastronomie. Dies sollen die Besucher des neuen „Weinboulevards“ im September erfahren.

Die Neuauflage des Weinboulevards steht unter dem Motto „Mobile Verkostung“. Am 19. September können sich die Teilnehmer auf eine Reise durch sieben Fachgeschäfte machen und Wein aus acht Ländern verkosten.

Veranstalter bieten eine Mini-Weinweltreise

Zum vierten Mal in Folge findet in diesem Jahr der Weinboulevard in Marburg statt. Dieses Mal haben sich die teilnehmenden Weinfachhändler weniger auf einen Boulevard-Stil und eher auf eine dezentrale Verkostung in ihren jeweiligen Geschäften geeinigt. Freunde des Rebensaftes haben die Möglichkeit, in sieben Marburger Weinstuben zahlreiche regionale Weine aus acht verschiedenen Ländern zu entdecken. Für mehr Bequemlichkeit auf der Tour soll ein Shuttlebus sorgen, der die Gäste zu den einzelnen Anbietern bringt.

Die Marburger Weinläden Jacques Weindepot, Vinopolio, Ovinho, die Weinrebe, das Weinlädele sowie „Wein und Käse“ und „Wein-Direkt“ nehmen an dem Event teil. In stimmungsvoller Atmosphäre warten die Händler vor Ort mit landestypischen Weinen aus Frankreich, Italien, Portugal, Spanien, Deutschland, Österreich, Ungarn und Griechenland auf.

„Es wird wie eine Mini-Weinweltreise quer durch Europa“, erklärt Jan-Piet Jaschinski vom Vinopolio. Wie es sich für eine stilvolle Weinverkostung gehört werden Brot, Käse und andere kleine Snacks gereicht. Ein individuelles, kulturelles Rahmenprogramm wie etwa Livemusik runden die Tour ab.

Keine große Konkurrenz unter den Teilnehmern

Nach dem Erfolg der vergangenen Jahre rechnen die Veranstalter dieses Mal mit rund 200 Besuchern. Die Teilnehmer können beispielsweise von ihren Lieblingsgeschäften aus zu Fuß oder per Shuttle-Bus starten, sich auf eine kulinarische Reise durch Marburg begeben und damit auch die anderen Händler ausprobieren und kennen lernen.

Als scharfe Konkurrenten betrachten sich die teilnehmenden Fachhändler dabei jedoch nicht. Im Gegenteil: gezielt haben sich die Unternehmer jetzt zusammen geschlossen, demonstrieren Gemeinschaft in einer umkämpften Branche, die sich gegen günstige Internetanbieter und Supermärkte durchzusetzen hat. „Wir sind keine Einzelkämpfer, sondern schließen uns zusammen“, betont Roland Leibl vom Weinlädele.

Während der Veranstaltung wollen sich die einzelnen Weingeschäfte den Kunden präsentieren, Zusammenhalt demonstrieren und nicht zuletzt ein Signal für die Besonderheiten der regionalen Weinstuben setzen. Dabei stehen der persönliche Kundenkontakt, Fachberatung und eine hohe Produktvielfalt im Mittelpunkt. „Persönlichkeit ist wichtig, im Geschäft wie auch beim Weinboulevard“, so Jaschinski.

  • Der Weinboulevard findet am Samstag, 19. September, zwischen 18 Uhr und etwa 22 Uhr in sieben Marburger Weinstuben statt. Karten werden etwa ab Ende August in allen beteiligten Geschäften erhältlich sein und zwischen 20 und 25 Euro kosten.

von Ina Tannert und unserer Agentur