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Der Wasserpest geht‘s an den Kragen

Breidenstein Der Wasserpest geht‘s an den Kragen

Ein Boot mit einem hydraulischen Rechen entfernt die Grünpflanze, danach setzen drei Fischereivereine Tausende junge Rotfedern aus, die die Pflanze fressen.

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Mit seinem Arbeitsboot rückt Friedrich G. Schunke der Wasserpflanze „Elodea Nuttallii“, besser bekannt unter dem Namen Wasserpest, zu Leibe.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Breidenstein. „Elodea Nuttallii“ heißt die Wasserpflanze, die den Perfstausee noch vor wenigen Tagen wie ein Teppich bedeckte. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Nordamerika. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte sie durch den Schiffsverkehr in Westeuropas Häfen, von wo aus sie sich seitdem über die Flüsse nach Osten ausbreitet.
Seit Donnerstag wird die Pflanze auf dem Perfstausee auf mechanischem Weg beseitigt: Friedrich G. Schunke aus Offenbach rückt der „Wasserpest“ mit seinem Arbeitsboot zu Leibe. Ein Hydraulikarm mit Rechen fasst die Pflanzen und hebt sie aus. Haufen für Haufen türmt er davon am Seeufer auf.

Frisch aus dem Wasser gehoben, wirken die Haufen noch mächtig. Schnell fallen sie aber beim Austrocknen in sich zusammen. Schunke hat sich mit seinem Betrieb „Gewässerökolomie“ auf Wasserarbeiten spezialisiert, ist in ganz Mitteleuropa zwecks Beratung, Konzeption, Gewässerschutz und Renaturierung unterwegs. Er schätzt die Wasserpflanzenmasse im Perfstausee auf 20 Tonnen. Die am Donnerstag begonnen Arbeiten könnten bis zu vier Tage in Anspruch nehmen, erklärt Schunke.

Die Ausbreitung der Wasserpest im Perfstausee sei seit zwei Jahren feststellbar, sagt Volker Haupt, Geschäftsführer des Wasserverbandes Oberes Lahngebiet. Obwohl die Wasserpest den Bade- und Bootsbetrieb beeinträchtige oder gar unmöglich mache, sei sie auch ein erfreuliches Indiz, denn sie spreche für eine hohe Wasserqualität.

von Björn-Uwe Klein

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Trotz der Ausbreitung der Wasserpflanze „Wasserpest“ wird im Perfstausee viel und gern gebadet.

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