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Der Strom fließt jetzt unterirdisch

Holzhausen Der Strom fließt jetzt unterirdisch

Im Hinterland wird fleißig an den Straßen gebuddelt. In Holzhausen ist dafür der Stromversorger Eon Mitte verantwortlich.

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Unter den Augen der Eon-Mitarbeiter lässt sich Bürgermeister Bernd Schmidt von Marcus Hief den Verlauf der Verkabelung im Dautphetaler Ortsteil Holzhausen erklären. Mit der Kabelverlegung wurde auch ein neues Transformatorenhäuschen gebaut, das neben dem alten steht, welches vermutlich bald abgerissen wird.

Quelle: Gianfranco Fain

Holzhausen. Er habe schon viele Anrufe von verärgerten Gemeindebewohnern entgegengenommen, die sich danach erkundigten, wann die Löcher in den Straßen endlich wieder geschlossen werden, berichtet Dautphetals Bürgermeister Bernd Schmidt.

Bei den Gesprächen ging es nicht um Schlaglöcher, die „versorgen“ das Hinterland im Zuge des Schlaglochprogramms auch mit Baustellen, sondern in Holzhausen um Arbeiten, die offensichtlich etwas mit elektrischem Strom zu  tun haben.

Die Zeit der Unannehmlichkeiten wird im Frühjahr vorbei sein, erklärt Marcus Hief, Leiter der Netzregion Biedenkopf der Eon Mitte. Bis dahin will der Stromversorger für rund 1,1 Millionen Euro Kabel in den Holzhäuser Grund verlegt haben. Damit verschwinden in der Gemeinde weitere 112 Dachständer-Hausanschlüsse – 29 in Allendorf, der Rest in Holzhausen.

Das wirke sich positiv aufs Ortsbild aus, meint Schmidt. Wenn die Arbeiten in Holzhausen beendet sind, sind in diesem Ortsteil alle Dachständer verschwunden, in der Gesamtgemeinde rund 98 Prozent.

Für die Eon hat dies auch praktische Aspekte: Die Erdkabel seien weniger störanfällig und zugleich leistungsfähiger, erklärt Hief. Beschleuniger der Aktion ist die gesteigerte Produktion privater Haushalte an erneuerbarer Energie. Weil immer mehr Photovoltaik-Anlagen Strom ins Leitungsnetz einspeisen, müsse dieses ausgebaut werden, damit es den zusätzlichen Strom aufnehmen kann.

In Dautphetal erzeugen mehr als 200 Eigenerzeuger eine Gesamtleistung von mehr als 3.000 Kilowatt Strom, zeigt Hief die Dimension auf. Und: Weitere 20 Anlagen sind im Bau und sollen in den nächsten Wochen ans Netz gehen.

Trotz sinkender Einspeisevergütung geht Hief auch für 2012 davon aus, dass sich die Zahl der Photovoltaik-Anlagen erhöht. Hinzu kommen die derzeit heiß diskutierten Windkraftanlagen. Auch deren Strom müsse an das 20.000-Volt-Netz angeschlossen werden, so dass ein Ausbau nötig wurde.

von Gianfranco Fain

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