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Hinterland Der Mittelstand ist fit für die Zukunft
Landkreis Hinterland Der Mittelstand ist fit für die Zukunft
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20:21 13.12.2010
Ein Blick in die Marburger Tapetenfabrik in Kirchhain. Der hessische Mittelstand sieht sich gut gerüstet für die Zukunft. Quelle: OP

Wiesbaden. „Die Weichen sind gestellt“, sagte Hessens Wirtschaftsminister Dieter Posch, der die Veranstaltung eröffnete. Den hessischen Unternehmen legte er drei Themen nahe, um die sie sich schwerpunktmäßig bemühen sollten: Die Gewinnung und Weiterbildung von Fachkräften, die innovationsorientierte Forschung und Entwicklung und das Erschließen neuer Märkte.

Der Hessische Mittelstandsbericht 2010, der auf einer Umfrage unter 6 000 Unternehmen basiert, zeige, dass dort die wichtigsten Handlungsfelder lägen. „Bis 2015 werden uns jährlich durchschnittlich 147.000 Fachkräfte fehlen“, berichtete der Minister.

„Deshalb ist es Zeit für einen Abschied vom Jugendwahn. Wir müssen künftig verstärkt auf die Erfahrungen älterer Arbeitnehmer setzen.“ Dazu trage auch die Qualifizierungsoffensive des Landes bei. Der Wirtschaftsminister rief die Unternehmer zudem dazu auf, die Kooperation mit Hochschulen zu suchen, um Forschungsergebnisse noch stärker für die Praxis zu erschließen und innovative Produkte anbieten zu können.

Nachholbedarf sieht der Minister noch bei der internationalen Ausrichtung der kleinen und mittelständischen Unternehmen. Obwohl das Ausland große Wachstumspotenziale biete, unterhielten bislang noch 56 Prozent der hessischen Unternehmen keine internationalen Geschäftsbeziehungen. Das Land Hessen unterstütze den Eintritt in neue Märkte unter anderem durch die Förderung der Teilnahme an Auslandsmessen.

Im Anschluss an das Referat des Ministers nahm sich Professor Rüdiger Kabst vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften, Personalmanagement, Mittelstand und Entrepreneurship der Gießener Justus-Liebig-Universität, des Themas Fachkräftemangel noch einmal detaillierter an.

„Im Jahr 2020 schließen jährlich rund 177.000 junge Menschen weniger die Schule ab als heute“, blickte Kabst voraus. Dem könnten die Unternehmen nur begegnen, wenn Sie gezielt Mitarbeiter einstellen, die das 50. Lebensjahr schon überschritten haben. Für den Arbeitsmarkt prognostiziert Kabst das Ende der Massenarbeitslosigkeit.

Mehr zu diesem Thema lesen Sie am Dienstag in der Printausgabe der OP.

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