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Der Expansion folgt der Umbau

Gebäudesanierung Der Expansion folgt der Umbau

Für 15 Millionen Euro bauen die Stadtwerke Marburg ihr Kundenzentrum am Krekel um.

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Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Schüren vor dem Kundenzentrum, das jetzt saniert wird.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. „Das wird kein Zuckerschlecken für die Mitarbeiter“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Norbert Schüren: Sie werden in den nächsten Jahren auf einer Baustelle arbeiten müssen. Die Stadtwerke Marburg bauen ihr Kundenzentrum im laufenden Betrieb grundlegend um.

Für die Investition gibt es handfeste Gründe: „Wir haben ein Platz- und ein Raumproblem“, sagt Schüren und zählt auf: Die Stadtwerke haben neue Aufgaben hinzubekommen, betreuen etwa 10000 Stromkunden mehr als noch vor wenigen Jahren, die Zahl der Mitarbeiter hat sich im Vergleich zum Beginn des Jahrtausends fast verdoppelt und liegt jetzt bei 650.

Etwa 15 Millionen Euro werden die Stadtwerke investieren, um das Gebäude zu erweitern und energetisch zu sanieren.

Es sei in einem Zustand, sagt der Geschäftsführer, „der eines Energieversorgers unwürdig ist“ – will heißen, dass viel Energie durch die Außenhaut des Komplexes verloren geht oder im Umkehrschluss, dass der Energieversorger deutich Luft nach oben bei dem sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen hat.

Im ersten Bauabschnitt wird bis 2013 der Südflügel des Gebäudes erweitert. Ein drittes Obergeschoss wird aufgestockt. Dadurch wird das Kundenzentrum doppelt so groß wie bisher.

Bis dahin ist das Kundenzentrum ausgelagert in einen Bürocontainer vor dem Haupteingang der Stadtwerke. Dieser Container wird dann nach Abschluss des ersten Bauabschnitts und dem Rückzug des Kundenzentrums anderen Abteilungen zur Verfügung stehen. Der Zeitplan sieht in etwa vor, pro Jahr einen Gebäudeflügel grundlegend zu sanieren.

Ob anschließend auch das Betriebsgebäude grundhaft saniert wird, ließ Schüren noch offen. Die Zuschläge für die Arbeiten am ersten Bauabschnitt erfolgen in den nächsten Tagen. Schüren ist froh, dass die begrenzte Ausschreibung ergeben hat, dass auch leistungsfähige heimische Betriebe Aufträge ausführen werden. „Das ist zugleich ein Beitrag zur Stärkung des heimischen Handwerks und der heimischen Wirtschaft.“

Ob bei dem Investitionsvolumen für ein fast 40 Jahre altes Gebäude ein Neubau nicht ins Auge gefasst worden ist? Bequemer wäre es für die Mitarbeiter gewesen, räumt Schüren ein, aber: „Wir haben absolut keine Chance gesehen, auf eine andere Fläche im Stadtgebiet auszuweichen.“

von Till Conrad

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