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„Der Druck nimmt immer weiter zu“

Gesundheitsreport der DAK „Der Druck nimmt immer weiter zu“

Wie krank sind die Menschen im Landkreis Marburg-Biedenkopf? Nach dem Gesundheitsreport der DAK liegt der Krankenstand leicht über dem Bundesdurchschnitt.

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Psychische Erkrankungen tauchen verstärkt im Gesundheitsreport der DAK Marburg-Biedenkopf auf.

Quelle: dpa

Marburg. Knapp 16.000 Menschen sind in Marburg-Biedenkopf bei der Deutschen Angestellten-Krankenkasse DAK versichert.

Der Krankenstand liegt bei 3,8 Prozent. Jeden Tag sind also 38 von 1.000 Versicherten durchschnittlich aus gesundheitlichen Gründen nicht bei der Arbeit. Hessenweit beträgt die Quote 3,5 Prozent, in Deutschland 3,4 Prozent.

Die DAK ist im Landkreis der drittgrößte Versicherer. Mitglieder sind hauptsächlich Angestellte aus Verwaltung und Pflege. „Wir haben das klassische Klientel“, sagt Sabine Weinreich, Leiterin des Marburger Servicecenters. „Verkäufer, Krankenschwestern, Angestellte.“

Besonders auffällig im Report 2011, der zum vierten Mal für den Landkreis erfasst wurde, ist die Zunahme an psychischen Erkrankungen. Lag die Quote in bisherigen Erhebungen um die neun Prozent, stieg der Wert jetzt auf 15,2. Oder anders: Die Ausfalltage pro 100 Versicherten stiegen wegen diesem Krankheitsbild von 132 auf 211 an. Hessenweit sind es 149 Tage.

Warum scheint der Landkreis Marburg-Biedenkopf besonders anfällig für psychische Erkrankungen? „Mögliche Ursachen sind die strukturschwache Region, die zunehmende Verschlechterung von Arbeitssituationen und die ständige Bedrohung, den Arbeitsplatz zu verlieren“, sagt die Ärztin und Gesundheitswissenschaftlerin, Dr. Sabine Hofmann.

von Carsten Bergmann

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