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Das vergessene Baugebiet steckt in der Warteschleife

Bauplätze Das vergessene Baugebiet steckt in der Warteschleife

Die Plätze im "vergessenen Baugebiet" am Oberen Haumbach in Gladenbach-Weidenhausen muss zuerst veräußert werden, sonst droht der Stadt ein wirtschaftlicher Schaden.

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Aus der Pferdekoppel im Nordosten Weidenhausens soll das Baugebiet „Im Oberen Haumbach“ entstehen.

Quelle: Michael Tietz

Weidenhausen. Häuslebauer müssen sich in Weidenhausen weiter in Geduld üben. Das geplante Neubaugebiet „Am Oberen Haumbach“ hängt in der Warteschleife, weil die Ergebnisse eines Gutachtens erst im Oktober vorliegen.

Unterhalb des Friedhofs sollen 15 Baugrundstücke ausgewiesen werden. Die rund 1,6 Hektar große Fläche wird überwiegend als Pferdekoppel genutzt. Gegen das Baugebiet wehrt sich eine Bürgerinitiative. Die Anlieger befürchten unter anderem eine zusätzliche Verkehrsbelastung. Die Planungen für das Areal waren weit vorangeschritten, allerdings wohl auch fehlerhaft. Denn nun muss noch ein Gutachten nachgereicht werden, das Auskunft darüber gibt, welche Tiere auf den Wiesen vorkommen.

Große Nachfrage nach Bauplätzen

„Frühestens im Oktober werden die Ergebnisse vorliegen, deshalb verzögert sich das Ganze jetzt“, erklärte Ortsvorsteher Markus Wege während der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats. Die Kosten für das Gutachten: „3000 Euro aufwärts“, schätzt Wege.

Ursprünglich sollte in Weidenhausen das Neubaugebiet „Am Weidenborn“ - in Verlängerung des Nordrings - erschlossen werden. Die fertigen Pläne verschwanden vor zwei Jahren wieder in der Schublade. Grund: Die Stadt stellte fest, dass vor Jahren die Flächen am Haumbach an die Hessische Landgesellschaft verkauft wurden. „Wenn dort nun nicht gebaut wird, muss die Stadt die Grundstücke zurückkaufen. Damit entstünde ihr ein wirtschaftlicher Schaden“, fasste Wege das Dilemma zusammen. Deshalb soll nun am Oberen Haumbach Bauland ausgewiesen werden, bevor die Grundstücke am Nordring verwendet werden. „Das Baugebiet am Haumbach ist schlicht vergessen worden“, sagte der Ortsvorsteher.

Trotz der Verzögerung und des Begehrens der Bürgerinitiative geht er davon aus, dass die 15 Bauplätze kommen werden. Er habe auch Verständnis für die Interessen einzelner Anlieger. „Doch als Ortsbeirat müssen wir die Interessen aller Weidenhäuser im Blick haben“, betonte Wege.

Fakt sei: Im Moment stünden nur sehr wenige private Bauplätze in Weidenhausen zum Verkauf. Die Nachfrage sei aber groß. „Für das Baugebiet am Haumbach liegen elf feste und drei lose Anfragen vor - alle von jungen Familien. Es wäre schade, wenn sie in einem anderen Ort bauen würden“, sagte der Ortsvorsteher.

von Michael Tietz

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