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Investition auch für nächste Generation

Firma Hamel Investition auch für nächste Generation

Hamel Orthopädie- und Schuhtechnik ist in Kirchhain seit fast 30 Jahren ein Begriff. Nach mehrmaliger Erweiterung und einem nun fertiggestellten Neubau bietet das Haus jetzt alles für Menschen mit Handicap.

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Michaela und Heinz Hamel in ihrem neuen Erweiterungsbau: Rund zwei Millionen Euro steckte das Ehepaar in den Anbau in der Kirchhainer Borngasse.

Quelle: Klaus Böttcher

Kirchhain. In der Borngasse 3 hatte das Ehepaar Heinz und Michaela Hamel 1989 auf 60 bis 70 Quadratmeter Fläche angefangen. Als Orthopädieschuhmachermeister lag der Schwerpunkt dabei auf der orthopädischen Schuhtechnik.

Doch schon bald war der Platz nicht mehr ausreichend – die Familie kaufte das Nachbarhaus dazu. Es wurde ein Durchbruch geschaffen, um die beiden Häuser miteinander zu verbinden – immerhin standen danach einige hundert Quadratmeter mehr zur Verfügung, erinnert sich die Familie Hamel.

Doch die Aufgabengebiete wurden mehr, es kam mehr Personal dazu, deshalb wurde vor 15 Jahren angebaut. Jetzt wurde noch ein Grundstück dazu erworben und nochmals angebaut, so dass eine Gewerbefläche von 1500 Quadratmetern dazugekommen ist.

Investition fällt auf fruchtbaren Boden

Jetzt gibt es auf zwei Etagen helle, freundliche Räume, in denen es sehr viel Platz für die Kundenberatung und Betreuung gibt. Zwei Millionen Euro hat das Ehepaar Hamel in den Neu- und Umbau investiert und dabei darauf geachtet, dass außer den zwei Treppenaufgängen ein Fahrstuhl eingebaut ist und die Eingänge von der Borngasse und aus Richtung des Festplatzes barrierefrei sind.

Eine große Investition – doch die fällt auf fruchtbaren Boden. Denn das Ehepaar Hamel hat auch deshalb so viel Geld in die Erweiterung ihres Fachbetriebes gesteckt, weil es weiß, dass ihr Sohn Matthias das Unternehmen später einmal übernehmen wird. Er ist ausgebildeter Orthopädiemechanikermeister mit dem Diplom als zertifizierter Prothetiker und ­
Orthetiker.

Mittlerweile zählen 
30 Angestellte zum Team

Neben den Ausstellungsbereichen und Beratungsräumen ist für Diskretion durch großräumige, abgeschlossene Kabinen gesorgt. Für das Fachpersonal sind die Werkstätten mit modernsten Maschinen ausgestattet und es gibt ausreichend Platz in Aufenthaltsräumen, der Teeküche oder dem Besprechungsraum.

Der Betrieb Hamel hat heute­ 30 Beschäftigte, dazu zählen zwei Orthopädiemechanikermeister und zwei Orthopädieschuhtechnikermeister ebenso,­ wie Gesellen in diesen Fachrichtungen. Aber auch Pfleger, Krankenschwestern, Intensivpfleger und Kaufleute gehören zu dem Team.

Das Haus ist mittlerweile auf Prothetik und Orthetik spezialisiert und ist ein Fachzentrum für Prothetik und dynamische Orthetik geworden. Zur Unterscheidung: Der Orthopädieschuhmachermeister, wie Geschäftsführer Heinz Hamel, fertigt orthopädische Schuhe an. Der Orthopädiemechaniker fertigt Prothesen an, also beispielsweise künstliche Arme oder ­Beine. Der Orthetiker leistet indes durch Hilfsmittel Unterstützung, wenn die Gliedmaßen vorhanden, aber nicht ganz funktionsfähig sind.

Prothesen, Bandagen und Rollatoren

Im Haus Hamel werden ­unter anderem Kopfschutzhelme, Prothesen für Ober- oder Unterschenkel, für Arm oder Hand, Hüftexartikulationorthesen hergestellt oder angeboten. Orthesen für Bein, Knie oder zur Rumpfstützung gehören ebenfalls zum Sortiment. Angeboten werden auch Stützmieder, Leibbinden, Bruchbänder, Bandagen, Sportmasken, Silikonprothesen für Fuß und Hand sowie Fußhebeschienen.

Zudem zählt zur Angebotspallette ein komplettes Rehapaket. Angefangen von Rollatoren und Rollstühlen über Krankenbetten bis zu Treppensteiggeräten. Das Haus Hamel ist auch Ansprechpartner für die Kompressionsstrumpfversorgung bei Lymphödem oder Lipödem. „Viele junge Frauen haben eine unförmige Figur, können aber nichts dafür, weil sie ein Lipödem haben“, sagte Michaela Hamel dazu. Das Haus Hamel in der Borngasse plant, die Räume im ersten Quartal kommenden Jahres bei einem Tag der offenen Tür zu präsentieren.

von Klaus Böttcher

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