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Das Handwerk zeigt sich zum Anfassen

"Kinder und Handwerk" Das Handwerk zeigt sich zum Anfassen

Wo kommt das Brötchen her? Wer schneidet die Haare? Wer sorgt dafür, dass aus der Leitung auch Wasser kommt? - Alles Fragen, die die Kinder in der Sterzhäuser Kindertagesstätte "Villa Kunterbunt" beantworten können: der Handwerker.

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Kreishandwerksmeister Helmut Henkel verstand es die Kinder der „Villa Kunterbunt“ zum Auftakt der Aktion „Kinder und Handwerk“ für selbiges zu begeistern.

Quelle: Katharina Kaufmann

Sterzhausen. 26 Kinder im Vorschulalter sitzen mit großen Augen und teilweise offenen Münder staunend vor Helmut Henkel. Keinen Fingerzeig kann er machen, ohne dabei beobachtet zu werden. Jedes Kind will sehen und am besten auch mit anfassen. Gestern startete der Marburger Kreishandwerksmeister in der Sterzhäuser Kindertagesstätte „Villa Kunterbunt“ die bereits zum dritten Mal gemeinsam von der Kreishandwerkerschaft und dem Landkreis organisierte Aktion „Kinder und Handwerk“.

Henkel erklärt den Kindern an Beispielen aus dem Alltag, was Handwerk eigentlich alles ist, zeigt aus einem Memory-Spiel Karten mit Darstellungen von Handwerksberufen und lässt sich von Kindern erklären, was dort gemacht wird. Als er einen Eimer mit Installationsrohren auspackt, sind die Kinder kaum zu halten. Ein Junge darf nach vorne kommen, die Rohre zusammenstecken und ausprobieren, was alles möglich ist. Beim Auseinandernehmen der Rohre wenig später erhält der Kreishandwerksmeister tatkräftige Hilfe von den Kindern.

Unterstützt wird Henkel bei der Auftaktveranstaltung der Aktion „Kinder und Handwerk“ von Karsten McGovern, Erster Kreisbeigeordneter des Landkreises Marburg-Biedenkopf. „Wir sehen in dieser Aktion eine gute Chance, frühzeitig etwas für die kommenden Generationen im Handwerk zu tun“, erklärt dieser. Gerade durch Neugier und Forscherdrang könne bei Kindern schnell Interesse geweckt werden.

Das sieht Henkel genauso: „Die Aktion ist für mich die schönste, die es gibt. Kinder sind so schnell und einfach für etwas zu begeistern“, sagt er.

20 Paten haben sich im dritten Jahr der Aktion gefunden, die jeweils eine Kindertagesstätte ihrer Wahl besuchen und dort das Handwerk und seine Berufsvielfalt spielerisch vorstellen. Neben Bäckern, Malern, Friseuren, Tischlern, Metallbauern, Fleischern und Raumausstattern sind auch das Kraftfahrzeuggewerbe, das Installateur- und Heizungsbauerhandwerk und die Innung für Elektro- und Informationstechnik an der Aktion beteiligt.

von Katharina Kaufmann

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