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Hinterland Das Handwerk stemmt sich gegen die Krise
Landkreis Hinterland Das Handwerk stemmt sich gegen die Krise
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20:21 22.07.2009
Ein Auszubildender schweißt an einem Werkstück. Das Handwerk blickt trotz Rezession optimistisch in die Zukunft, wie die Konjunkturumfrage der Handwerkskammer Kassel ergab. Quelle: Archivfoto

Kassel. Am Mittwoch stellte der neue Präsident der Handwerkskammer Kassel (HWK), Heinrich Gringel, die aktuelle Konjunkturumfrage der HWK vor. „Die größte Rezession der Nachkriegszeit lässt das Handwerk natürlich nicht unberührt, doch konnten sich die Betriebe im Kasseler Kammerbezirk insgesamt gut behaupten“, berichtete Gringel und ergänzte: „Nun hoffen wir auf einen Herbstschub durch die Umsetzung der Konjunkturpakete, die bisher noch nicht angekommen sind.“

Der Geschäftsklimaindex, der sich aus aktueller und zukünftiger Geschäftslage zusammensetzt, stieg seit dem Frühjahr um 5,7 auf 72,5 Punkte. Gegenüber dem Vorjahr war dies allerdings eine Verschlechterung – der Sommerwert 2008 lag noch bei 80,1 Punkten. Von den Tiefständen der Jahre 2002 bis 2005 ist das nord-, ost- und mittelhessische Handwerk jedoch weit entfernt, wird in der Umfrage deutlich. 73,3 Prozent der Betriebe bewerteten ihre aktuelle Geschäftslage mit gut oder befriedigend. Im Vorquartal waren es 66,1 Prozent, vor einem Jahr 81 Prozent.

Auch die zukünftigen Erwartungen werden besser eingeschätzt als im Frühjahr, doch die Vorjahreswerte wurden auch dort unterschritten. Dadurch zeigt das Trendbarometer zwar weiter leicht nach unten, aber ein wirtschaftlicher Rückschlag wird nicht mehr erwartet. Die einzelnen Handwerksgruppen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage extrem unterschiedlich, wie aus der HWK-Konjunkturumfrage des Sommerquartals hervorgeht: Eine sehr positive Geschäftslage ist im Ausbaugewerbe zu verzeichnen, insgesamt 83,5 Prozent der Betriebe bewerteten ihre momentane Geschäftslage mit gut oder befriedigend.

Ein positives Zeichen setzten die Betriebe auch im Sommerquartal mit ihrer Beschäftigtenpolitik: Der Großteil der Handwerksbetriebe hat an seinen Fachkräften festgehalten (85,1 Prozent) und 7,8 Prozent der Befragten stellten sogar zusätzliches Personal ein, während sich 7,1 Prozent von Mitarbeitern trennen mussten.

von unseren Redakteuren

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