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Das Ende der Sperrungen ist in Sicht

B 253 Straßenausbau Das Ende der Sperrungen ist in Sicht

Der hessische Verkehrsminister kam zum ersten Spatenstich für den Ausbau der Straße über die Sackpfeife.

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Die lokalen Politiker und die Behördenvertreter ließen den Splitt fliegen. Mit dabei waren (ab 3. von links) der hessische Verkehrsminister Florian Rentsch, Landrat Robert Fischbach, Gerhard Rühmkorf vom Bundesverkehrsministerium, Landrat Reinhard Kubat,

Quelle: Martina Koelschtzky

Biedenkopf. Rund 12 Millionen Euro hatten gestern der hessische Verkehrsminister Florian Rentsch (FDP) und Gerhard Rühmkorf vom Bundesministerium für Verkehr beim ersten Spatenstich für den Ausbau der Bundesstraße 253 über die Sackpfeife im Gepäck. Damit sollen die Sperrungen der Sackpfeife im Winter, wegen liegengebliebener Lastwagen aufhören, sagte Rentsch.

Beim ersten Spatenstich für den Ausbau der kurvenreichsten zwei Kilometer des Streckenabschnitts ließen Rentsch, Rühmkorf, die Landräte Robert Fischbach (CDU) und Reinhard Kubat (SPD) und Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig den Splitt fliegen. Warum die Strecke ausgebaut werden müsse, habe die Marburger Abteilung von Hessen Mobil hier bestens illustriert, sagte Rühmkorf in seiner Ansprache. Hessen Mobil hatte den Splitthaufen für den ersten Spatenstich mit Straßen-Warnschildern für kurvenreiche Strecken und Steigungen bis sieben Prozent dekoriert. Der Bund finanziert den Ausbau, der für die etwas mehr als 2 Kilometer 9,78 Millionen Euro kosten wird.

Bereits begonnen ist das erste Bauwerk der neuen Strecke, eine 50 Meter lange und 15 Meter hohe Brücke über den Quellbach, berichtete Rentsch. Insgesamt werde die Strecke entschärft und an Steigungen dreispurig ausgebaut. „Dann hat es hoffentlich ein Ende, dass die Strecke im Winter immer wieder gesperrt werden muss, weil ein Lastwagen liegengeblieben ist“, sagte er.

Die Streckenführung über die Sackpfeife entspreche noch der historischen Wagenstraße und sei durch enge Kurvenradien und starke Gefälle geprägt. Aber auch Wildunfälle und Unfälle mit Zweiradfahrern gebe es oft.

Auf der Straße über die Sackpfeife sei der Laster-Anteil mit 19 Prozent der täglich 4500 Fahrzeuge ungewöhnlich hoch, erklärte der Verkehrsminister. „Die Bundesstraße 253 verbindet den Lahn-Dill-Wirtschaftsraum mit den Wirtschaftsräumen Nordrhein-Westfalens und mit Ostwestfalen“, sagte Rentsch. „Und auch als Verbindung zwischen den Landkreisen Marburg-Biedenkopf und Waldeck-Frankenberg hat sie einige Bedeutung.“ Außerdem hob Rentsch die Bedeutung der Strecke für den Tourismus hervor: Sowohl für Wanderer, Radfahrer und andere Erholungsuchende als auch für den Wintersport hänge der Erfolg eng mit der Bundesstraße 253 zusammen.

Rentsch versicherte, der Neubau des Streckenabschnittes erfolge im Wesentlichen auf der alten Trasse, wodurch der Eingriff in die Natur so gering wie möglich gehalten werde. Mitte 2013 soll der Bau von zwei Brücken über den Kesselbach beginnen. Auch die Strecke soll dann ausgebaut werden. Dafür werde die Bundesstraße zeitweise gesperrt. Die Fertigstellung ist für Herbst 2015 vorgesehen.

von Martina Koelschtzky

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