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Hinterland Das Café am Markt eröffnet im April
Landkreis Hinterland Das Café am Markt eröffnet im April
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00:18 16.03.2019
Noch sind die Fenster des neuen Cafés am Marktplatz 2 mit schwarzer Folie verhängt. Anfang April wollen Stephanie Bastian und Dirk Wetzlar das neue Café eröffnen.  Quelle: Foto: Susan Abbe
Biedenkopf

Mancher Biedenkopfer befürchtete schon, dass es mit dem neuen Café doch nichts werden würde. Doch jetzt ist die Eröffnung absehbar: Anfang April wollen die Betreiber Stephanie Bastian und Dirk Wetzlar loslegen.

Ein richtig gemütliches Wiener Kaffeehaus soll am Marktplatz entstehen. Im Moment sind die Räume im Erdgeschoss des Gebäudes zwar noch leer und die Wände kahl.

„Aber in der nächsten Woche kommt die Küche“, sagt Stephanie Bastian. Eine Woche später hat sich der Ladenbauer angemeldet, um den Gastraum einzurichten. Möbel, Lampen, Vorhänge, Geschirr – alles ist bestellt und soll pünktlich angeliefert werden.

Wie es Anfang April dann in den Räumen aussehen wird, darauf freut sich Bastian jetzt schon. Schon im Eingangsbereich soll der Gast eingestimmt werden: Eine große Fototapete mit Wiener-Kaffeehaus-Motiv ziert dort die Wand.

Beim Betreten des Cafés wird der Blick dann direkt auf die große nussbaumfarbene Theke und die Vitrinen mit Waffeln, Windbeuteln und Kuchen fallen. „Und es gibt edle Pralinen – die gehören für uns zu einem Wiener Kaffeehaus dazu“, sagt Bastian.

Neben den süßen Sachen wird es im Café aber auch einen ­wochenweise wechselnden Mittagstisch mit Suppen, Aufläufen, Salaten und mehr geben. Nicht zu vergessen natürlich die Auswahl an Kaffeespezialitäten und Weinen.

Gemütlich machen können es sich die Gäste gegenüber der Theke. 38 bis 40 Sitzplätze sind vorgesehen. Nussbaumfarbene­ Möbel und helle Polsterbezüge­ sollen eine gemütliche Atmosphäre schaffen, ein Kronleuchter und Wandlampen warmes Licht bringen.

Gepolsterte Eckbänke, Kaffeehaustische und -stühle und zwei Ohrensessel laden zum Verweilen ein.

Etwas Kopfzerbrechen hat den Kaffeehausbetreibern anfangs die Mitte des Raumes gemacht. Denn: „An den Tischen in der Mitte will in Restaurants und Cafés niemand sitzen“, erklärt Stephanie Bastian, die mit Dirk Wetzlar zusammen seit Jahren das Restaurant Schlossterrasse betreibt und über die entsprechende gastronomische Erfahrung verfügt.

Die Lösung fanden die künftigen Kaffeehausbetreiber in ­sogenannten „Gondeln“: Bänke mit hohen Rückenlehnen und nach oben strebenden goldenen Stangen werden in der Mitte des Raumes platziert. Die Gäste ­sitzen optisch ein wenig abgetrennt vom Rest des Raumes, so dass der zentrale Bereich nicht nur gemütlich, sondern auch besonders wird.

„Ziel ist, dass diese eigentlich unbeliebten ­
Tische am Ende die werden, nach denen die Leute fragen“, sagt Bastian schmunzelnd.
Daneben soll es – räumlich getrennt vom Sitzbereich – direkt am Eingang aber auch schmale Stehtische geben. „Für Gäste,­ die wirklich nur mal schnell ­einen Kaffee trinken wollen“, erklärt Bastian.

Und dann gibt es ja auch noch den Außenbereich. Auch vor dem Kaffee ist Platz für bis zu 40 Stühle. Starten werden Wetzlar und Bastian dort allerdings zunächst mit einer provisorischen Bestuhlung.

Der Grund ist, dass die Freifläche vor dem Kaffee nicht eben ist. Wie das deutliche Gefälle, das Tische und Stühle­ schief stehen lassen würde, ausgeglichen werden könnte, dafür suchen Wetzlar und Bastian bisher noch nach einer Lösung.

„Aber wir legen jetzt erst mal mit einem großen Sonnenschirm und einfachen Klapp­stühlen los“, kündigt Bastian an.

Sieben Tage pro Woche wird das neue Café geöffnet haben,­ von 9 bis 18 Uhr. „Wir fangen morgens mit Frühstück an. Dann gibt es Mittagstisch. Und natürlich Kaffee und Kuchen oder ein gutes Glas Wein“, erklärt Bastian.

Hilfreich ist dabei, dass die ­Café-Betreiber zugleich im Restaurant Schlossterrasse die Verantwortung tragen. Von dort werden laut Bastian die meisten Speisen zum Café kommen. Denn: „Um richtig zu kochen oder zu frittieren, ist die Küche des Cafés einfach zu klein. Und es gibt auch keinen Dunstabzug nach außen“, so Bastian.

Den meisten Platz in der Küche werde die Spülstraße einnehmen. Gegenüber bleibe noch Platz für einen normal großen Herd, um Speisen aufzuwärmen, und für einen Backofen, um Brötchen zu backen.

Froh ist die Café-Betreiberin über die neuen und ausreichend vorhandenen Elektroanschlüsse in der Küche. Es gebe überall Starkstrom. „Da haben wir alles, was wir brauchen“, sagt sie und verweist auch auf den neuen großen Schaltschrank, der erst vor einigen Monaten – im Zuge der Elektroarbeiten auf dem Marktplatz – noch in einem Nebenraum des Cafés eingebaut wurde.

Daneben gibt es einen kleinen Lagerraum, in dem Getränkekisten, Kühl- und Gefrierschränke Platz finden. Die Lagerfläche sei zwar nicht groß, aber mit etwas Organisationstalent werde am Ende schon alles passen, meint Bastian.

von Susan Abbe