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„Das Arbeiten mit Holz macht einfach Spaß“

Eignungstest „Das Arbeiten mit Holz macht einfach Spaß“

An den Beruflichen Schulen Kirchhain veranstaltete die Tischlerinnung Marburg einen Eignungstest für an dem Tischlerhandwerk Interessierte. 22 Jugendliche aus der Region nahmen daran teil.

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Insgesamt 22 Jugendliche nahmen am Eignungstest der Tischler-Innung Marburg in Kirchhain teil.

Quelle: Alisa Roller

Kirchhain. Bundesweit fand vom 16. bis zum 21. November die „Woche des Eignungstest“ statt. Der Verbund des holz- und kunststoffverarbeitenden Handwerks (HKH) hatte diese Veranstaltung im Jahr 2003 initiiert. In diesem Rahmen konnten auch Jugendliche aus der Region, die Tischler werden wollen, an dem Test in Kirchhain teilnehmen.

Dabei wurde nicht nur der vom HKH vorgesehene einstündige Theorietest, der Allgemeinwissen, Mathematik und technisches Verständnis umfasst, angeboten, sondern zusätzlich noch ein Praxistest: Dabei sollten die Jugendlichen eine Kreuzüberplattung herstellen. Das ist eine Holzverbindung, bei der zwei Teile im rechten Winkel mittig verbunden werden und bei der Verbindung um die Hälfte in ihrer Dicke reduziert werden. „Gerade bei dem Praxistest sind die Ergebnisse völlig unterschiedlich. Je nachdem, ob die Jugendlichen schon Berufserfahrung beispielsweise durch ein Praktikum oder den Besuch der SchuB-Klassen haben“, erklärte Lothar Böttner, Berufsschullehrer für Tischler.

In SchuB-Klassen ist die Ausbildung an der Schule und im Betrieb kombiniert. Nachdem Stefan Becker, Obermeister der Tischlerinnung Marburg, den Eignungstest eröffnet hatte, überprüften Fritz Wolf, Frank Stengel und Walter Ortmüller die Ergebnisse. Diese bekamen die 22 Teilnehmer allerdings nicht direkt mitgeteilt, sondern per Post zugeschickt. Im Falle einer Bewerbung um einen Ausbildungsplatz, können sie dann ihre Beurteilung von der Eignungsprüfung hinzufügen. Bei dem 15-jährigen Philipp Müller aus Schweinsberg lief es hingegen genau andersherum. Er hatte sich zunächst bei einem Betrieb beworben und dann von diesem eine Einladung zu der Eignungsprüfung erhalten.

Auch Johanna Nau, eine von drei teilnehmenden Mädchen, konnte schon praktische Erfahrung durch ein Praktikum in einem Betrieb sammeln. Sie maß mit ihrem Geodreieck nach, ob auch wirklich alle Seiten im rechten Winkel zueinander standen und konnte schnell aufatmen. Hinsichtlich ihres Ausbildungswunsches ist sie sich spätestens jetzt sicher: „Das Arbeiten mit Holz macht mir einfach Spaß.“

von Alisa Roller

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