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DRK sucht neue Tätigkeitsfelder

Biedenkopf DRK sucht neue Tätigkeitsfelder

Der DRK-Ortsverein Biedenkopf-Wallau will, dass seine Arbeit finanzierbar bleibt. Der Dienst am Menschen soll auch in Zukunft im Mittelpunkt stehen.

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Holger Tolde vom DRK-Kreisverband (links) ehrte in der Versammlung des DRK-Ortsvereins Biedenkopf-Wallau zahlreiche Mitglieder.

Quelle: Björn-Uwe Klein

Biedenkopf. Als „eine Zusammenkunft mit Modellcharakter“ bezeichnete Willy Welsch, Vorstandsvorsitzender des DRK-Kreisverbandes, die Jahreshauptversammlung des Ortsvereins Biedenkopf-Wallau. Er sagte dies vor dem Hintergrund des im November 2011 erfolgten Zusammenschlusses der alten Ortsvereine Biedenkopf und Wallau. Seitdem hat sich einiges getan: die Satzung des neuen Ortsvereins ist mittlerweile vom Finanzamt anerkannt, die Gemeinnützigkeit bestätigt worden.

„Wir sind über Ehren- und Hauptamtlichkeit stark, wenn wir wissen, wo unsere Ziele liegen“, sagte Welsch. Er wies auf die wirtschaftlichen Anforderungen hin, die sich dem DRK stellten. Diese erforderten es, „neue Tätigkeitsfelder zu schaffen.“ Zugleich machte Welsch deutlich: „Wir werden den Dienst am Menschen auch ohne Kostendeckung übernehmen müssen.“

Für Menschen da zu sein, das mache die sieben Grundsätze des DRK aus, betonte auch der Ortsvereinsvorsitzende Dieter Weyel. In Zukunft, so unterstrich er, „werden wir noch mehr tun, damit die Arbeit des DRK finanzierbar bleibt.“

Das Vereinsjahr war insbesondere vom Zusammenschluss der Ortsvereine geprägt. Gabriele Henkel und Peter Salzmann gaben der Versammlung einen Überblick über die Sanitätsdienste im Einsatzjahr. Beide stellten unter anderem eine rückläufige Beteiligung beim Blutspenden heraus. Während die Zahl der Spender in Wallau von 621 im Jahr 2010 auf 545 im Jahr 2011 zurückging, verringerte sich die Zahl in Biedenkopf von 465 auf 405 und in Breidenbach von 477 auf 426. Die Einsatzstatistik wies 6660 Stunden aus. Groß war der Aufwand, was Aus- und Fortbildungen betraf. Zu den Höhepunkten im vergangenen Jahr zählte in Biedenkopf der Kauf eines neuen Sanitätsdienst-Einsatzfahrzeuges.

Von einer Vielzahl an Aktivitäten berichtete auch Marion Lehmann, die Leiterin des DRK-Seniorentreffpunkts Wallau-Weifenbach.

Große Anerkennung erfuhr der DRK-Ortsverein in seiner Versammlung von kommunalpolitischer Seite. „Ich bin überzeugt, dass dieser Verein Großes leistet“, befand Wallaus Ortsvorsteher Thomas Mayerle (SPD) und hob insbesondere das stete Bemühen der Rotkreuzler hervor, „den Standard aufrecht zu erhalten“. Es gehe bei der Arbeit des DRK stets um Menschen und die Fehlertoleranz sei sehr gering. Stadtrat Wilhelm Bast (CDU) bezeichnete den DRK-Ortsverein als „ganz besonderen Faktor in unseren sozialen Aufgaben“.

von Björn-Uwe Klein

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