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Hinterland DRK hat zum Grenzgang alles im Griff
Landkreis Hinterland DRK hat zum Grenzgang alles im Griff
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18:08 03.08.2012
DRK-Ausbilder Dieter Weyel (rechts) hilft den Einsatzkräften auf dem Frühstücksplatz bei der Stationsausbildung.Privatfoto
Biedenkopf

Für die Helfer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) ist der Grenzgang ein Großeinsatz. 51 ehrenamtliche Helfer und Ärzte, dazu Hauptamtliche vom Rettungsdienst Mittelhessen hat der Biedenkopfer Bereitschaftsleiter Peter Salzmann für die drei Tage aufgeboten. „Für mich fing der Grenzgang im Dezember an“, sagt Peter Salzmann. Der Bereitschaftsleiter des DRK-Biedenkopf hat die Organisation der Gesundheitsvorsorge für die Teilnehmer des Grenzgangs übernommen. Drei Tage Großeinsatz gilt es zu planen, 10000 bis 20000 Teilnehmer des Zuges entlang der Grenze müssen täglich abgesichert werden.

„Zum Glück sind die Menschen vernünftig“, fasst Salzmann seine Erfahrungen aus zwei Grenzgängen zusammen, an denen er schon als ehrenamtlicher Helfer für das Rote Kreuz teilgenommen hat. Wenn man Teilnehmern nahe lege, vielleicht doch den Bus zu nehmen, falls es sehr heiß ist, täten sie das in Regel, sagt er.

Denn das ist seiner Erfahrung nach das größte gesundheitliche Risiko bei den Tagen entlang der Grenze: dass die Teilnehmer ihre körperliche Leistungsfähigkeit in der guten Laune überschätzen. „Wir wollen ja niemanden zu nahe treten, sondern nur dafür sorgen, dass die Gäste am Abend auch im Festzelt weiterfeiern können“, wirbt er um Verständnis für die gesundheitlichen Hinweise seiner Einsatzkräfte.

Große Zwischenfälle habe es seines Wissens bei den vergangenen Grenzgängen nicht gegeben, erinnert er sich. Einmal hätten die Rettungskräfte den Verdacht auf einen Herzinfarkt diagnostiziert und den Betroffenen ins Krankenhaus gebracht. „Ansonsten sind es hauptsächlich Blasen an den Füßen oder auch mal Schürfwunden von leichten Stürzen oder Insektenstiche, die wir versorgen müssen“, berichtet der Biedenkopfer.

Gerüstet sind die Rettungskräfte allerdings für jeden Fall: Nahezu rund um die Uhr sind gleichzeitig 15 bis 20 Ehrenamtliche der Kreisverbände und Hauptamtliche vom Rettungsdienst Mittelhessen vor Ort im Einsatz. Der Zug entlang der Grenze wird auf dem ganzen Weg vom DRK begleitet.

Das Krankenhaus in Biedenkopf hat derweil seine Belegärzte für den Grenzgang um vier Honorarärzte verstärkt, um für jeden Fall gerüstet zu sein. „Wir sind wirklich sehr gut ausgestattet“, berichtet der DRK-Vorstandsvorsitzende Willi Welsch.

Entlang der Strecke gibt es Rettungspunkte, an denen Rettungsfahrzeuge stationiert sind oder hinfahren, bevor der Zug eintrifft. Dafür gibt es besondere Rettungswege im Wald, die für den restlichen Verkehr gesperrt sind. „Unsere Rettungswege sind auch getrennt vom Busverkehr, denn wenn es wirklich einen Notfall gibt und der Notarzt hängt hinter einem Bus, wäre das nicht so gut“, erklärt Salzmann. Vier Fahrzeuge aus Biedenkopf, ein Notarztfahrzeug sowie drei Rettungswagen von Mittelhessen werden die ganze Zeit im Einsatz sein.

Auf dem Festplatz wird eine dauernde Unfallhilfsstelle aufgebaut. In einem Container und einem Zelt können Hilfesuchende geschützt von den Blicken der Festbesucher medizinisch betreut werden.

Salzmann freut sich, dass die Einsatzbereitschaft der Ehrenamtlichen extrem hoch ist, wie er betont. Auch andere Bereitschaften aus dem Kreis verstärkten die rund 30 Aktiven des Biedenkopfer DRK, freut er sich. Außerdem ist es für ihn besonders schön, dass nahezu seine ganze Familie mit im Einsatz sein wird, wie er erzählt. Sein Vater Karl-Friedrich Salzmann, der vor ihm der Organisator für den Grenzgang-Einsatz war, helfe ihm jederzeit, sagt er. Aktiv mit dabei sein werden seine Mutter, die stellvertretende Bereitschaftsleiterin Helga Salzmann, seine Ehefrau Simone, sein Bruder Frank und seine Schwester Verena. „Schon mein Großvater war beim DRK in Biedenkopf aktiv“, erklärt er den Familieneinsatz.

Für ihn selbst heißt der Grenzgang: jeden Tag Dienstbeginn um fünf Uhr morgens, mittags eine Stunden Pause, nachmittags noch eine Schicht im Festzelt. Das sei die zulässige Maximalzeit für die Ehrenamtlichen, erklärt er.

Ob er am Sonntag dazu kommen wird, mit der Männergesellschaft Oberstadt, in der er Mitglied ist, zu feiern, kann er noch nicht versprechen. „Das wäre schön, aber vielleicht schlafe ich einfach nur den ganzen Tag“, sagt er.

von Martina Koelschtzky

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