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Cineplex im Zeichen der „Ansage Zukunft“

Ausbildungsmesse Cineplex im Zeichen der „Ansage Zukunft“

Drei Tage lang stehen Ende Januar Aus- und Weiterbildung im Fokus der Messe „Ansage Zukunft“: Dann präsentieren sich mehr als 70 regionale Firmen im Cineplex.

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Im vergangenen Jahr bekam Sarah Asmus (links) am Stand der MTA Schule Marburg einen Einblick in die Arbeit von Rebecca Schwab.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Zum dritten Mal ­veranstalten Arbeitsagentur­ Marburg, Kreishandwerker­schaft Marburg, IHK Kassel-Marburg und das Medienhaus HITZEROTH gemeinsam die „Ansage Zukunft“. Drei Tage lang stehen im Cineplex auf allen vier Etagen Aus- und Weiterbildung im Mittelpunkt.

Vor allem werden die heimischen Firmen, die mehrere­ Hundert Ausbildungsberufe vorstellen, die Gelegenheit nutzen, ihre Unternehmen vorzustellen und um die Fachkräfte von morgen werben – also um potenzielle Auszubildende. Aus diesem Grund werden am Donnerstag und Freitag, 25. und 26. Januar, hauptsächlich Schüler im Klassenverband auf der Messe unterwegs sein. Gleichwohl richtet sich die „Ansage Zukunft“ aber an alle Interessierten, wie die Organisatoren betonen.

Infos auf Augenhöhe

Volker Breustedt, Leiter der Marburger Arbeitsagentur, betont jedoch: „Der Markenkern der Messe ist es allerdings, junge Leute in Ausbildung zu bekommen und ihnen zu zeigen, wo sie eine Ausbildung absolvieren können.“ Denn ein Blick in die Arbeitsmarktstatistik zeige, dass es vor allem für junge Menschen ohne Ausbildung sehr schwer sei, einen Job zu bekommen.

Die „Ansage Zukunft“ biete optimale Chancen, sich umfassend zu informieren. Die Akzeptanz werde auch dadurch gesteigert, dass die Unternehmen meistens eigene Azubis dabei hätten – es gebe also Infos auf „Augenhöhe, wenn etwa ein Auszubildender sagt, dass er vor zwei Jahren noch auf der anderen Seite des Messestands war“, so Breustedt.

Meinhard Moog, Geschäftsführer der Marburger Kreishandwerkerschaft, verdeutlicht, dass das Angebot der „Ansage Zukunft“ weiter über die gut 70 ausstellenden Betriebe hinaus reiche. „Durch die vertretenen Institutionen werden mehr als 400 Betriebe repräsentiert, die sich beispielsweise auch auf Listen für Praktikumsplätze finden.“

"Wir öffnen Türen"

Das Handwerk sei in diesem Jahr mit zwei zusätzlichen Innungen vertreten. Und Moog sagt auch: „Wichtige Zielgruppe für uns sind neben den Schülern auch die Lehrer, denn die vermitteln die Informationen zur Berufswahl in den Schulen.“ Marburg habe „diese Messe verdient, denn sie zeigt, wie lebendig der Wirtschaftsstandort ist“, sagt Meinhard Moog. Auch im Handwerk gebe es zahlreiche Möglichkeiten, sich eine erfolgreiche berufliche Zukunft und Karriere aufzubauen – das werde man vermitteln.

Stefan Hesse, Bildungsberater der IHK Kassel-Marburg, verdeutlicht, dass die „Ansage Zukunft“ sich nicht nur an Schüler richte: „Wir öffnen die Türen, breiten als Veranstalter die Arme aus und heißen alle willkommen, die sich rund um Ausbildung und ihre berufliche Zukunft informieren wollen.“

Meinhard Moog (von links), Volker Breustedt und Stefan Hesse stellten das Programm zur „Ansage Zukunft“ vor. Foto: Schmidt

Wenn die ersten beiden Messetagen traditionell eher den Schülergruppen gehörten, „so hat der Samstag bereits im vergangenen Jahr gezeigt, dass es durchaus etwas ruhiger war, dass dann aber auch intensivere Gespräche geführt werden konnten“. So seien beispielsweise häufig auch Eltern dabei gewesen.

Vortragsprogramm wird kräftig ausgeweitet

Die IHK kommt zur „Ansage Zukunft“ übrigens mit einem ganz neuen Ausbildungsberuf im Gepäck: Dem „Kaufmann für E-Commerce“, der erst seit kurz vor Weihnachten verabschiedet wurde. „Über den werden wir bestimmt detailliert informieren – und zwar nicht nur bei den Schülern, sondern auch bei den Arbeitgebern“, sagt Hesse.

Neuerungen während der „Ansage Zukunft“ gibt es vor allem am Samstag, wie Volker Breustedt sagt: „An diesem Tag haben wir das Vortragsprogramm deutlich ausgeweitet.“ Das Angebot reicht von Vorträgen zum dualen Studium über Karrierechancen und -wege im Handwerk über Wiedereinstieg und die Chance als Teilzeitkraft sowie Online-Handel und das neue Berufsbild der E-Commerce-Kaufleute. Abgerundet wird das Vortragsprogramm durch Chancen für Studienzweifler. 

Für Roger Schneider, Anzeigenleiter von HITZEROTH, ist klar: „Die Dynamik in der Wirtschaft zeigt sich auch ganz deutlich auf dem Ausbildungsmarkt. Diese Dynamik erkennen wir auch an der Nachfrage der Aussteller an der Messe, was uns sehr freut“, so Schneider.

Nun gelte es, „hinter diese hohe Nachfrage auch eine Qualität in der Beratung zu legen. Da werden wir mit Sicherheit nicht umhin kommen, auch über weiterführende Ansätze zu sprechen“, wagt er bereits einen Blick in die Zukunft des Messekonzepts.

So sei ein wichtiger Punkt etwa das „Employer Branding“, also­ die umfängliche Präsentation von Unternehmen – dazu sei man „innerhalb des Gremiums bereits im Gespräch“.

von Andreas Schmidt

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