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Neubau kostet 3,3 Millionen Euro

Seniorenzentrum Neubau kostet 3,3 Millionen Euro

Der Abrissbagger hat
ganze Arbeit geleistet. Der alte Zwischentrakt des Christlichen Seniorenzentrums ist dem Erdboden gleichgemacht, nun starten die Arbeiten für den Neubau.

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Der alte Tagesraum, der die beiden Häuser des Christlichen Seniorenzentrums im Marktweg verbunden hat, ist abgerissen worden. Hier entsteht nun ein Gebäude mit 14 Einzelzimmern und einem neuen Tagesraum.

Quelle: Michael Tietz

Gladenbach. „Bei uns tut sich einiges“, sagt Geschäftsführer 
Wolfgang Stolz. Gerade erst ist der Umbau des ehemaligen Schwimmbads zu einer neuen Wohngruppe für Demenzkranke abgeschlossen, da nimmt schon das nächste Bauprojekt im Christlichen Seniorenzentrum Fahrt auf. Und dies werde noch um einiges größer ausfallen, betont Stolz.

Allein schon der Blick auf die Investitionssumme und den Zeitplan lässt die Dimension des Vorhabens erahnen. „Wir sprechen hier von einem 3,3-Millionen-Euro-Objekt, in 14 Monaten soll alles fertig sein“, verrät der Geschäftsführer.

Konkret geht es um den alten Tagesraum. Dieser diente bis vor Kurzem als Verbindung zwischen den Häusern Marktweg 9 
und Marktweg 11. Der bauliche Zustand sei schlecht gewesen, berichtet Stolz – „im Winter war es hier zu kalt und im Sommer zu warm“. Von dem Tagesraum ist nun nichts mehr zu sehen. Vor dessen Abriss hatten die Bauarbeiter dort bereits die Böschung weggebaggert und mit einer Mauer aus Basaltstein eine neue Befestigung unterhalb der Straße geschaffen.

„Doppelzimmer sind nicht mehr gefragt“

Außerdem wurde ein provisorischer Zwischengang angelegt. Damit sind beide großen Häuser des Seniorenzentrums auch während der Bauphase miteinander verbunden. Der umständliche Umweg über die Straße entfällt somit. In dem „Holztunnel“, der sich auf Straßenniveau befindet, sind auch die Telefon- und Computerleitungen verlegt.

Auf der freien Fläche wird in den nächsten Monaten ein neues Gebäude hochgezogen. Dieses bietet Platz für 14 Einzelzimmer und einen Tagesraum. Der Trend zu kleineren, funktionellen Wohnformen sei unverkennbar, erklärt Wolfgang Stolz: „Mit den Einzelzimmern wollen wir den Nutzerwünschen gerecht werden, Doppelzimmer sind nicht mehr gefragt.“

Ein schönes, freundliches Ambiente verspricht der Geschäftsführer auch für den neuen Tagesraum. Von dort werden die Bewohner dann die Möglichkeit haben, auf die Terrasse zu gelangen.

Laut Plan: Zimmer in einem Jahr bezugsfertig

Bis es so weit ist, stehen allerdings aufwendige Bauarbeiten an. In den morastigen Boden müssen Pfähle elf Meter tief eingeschlagen werden. Diese werden dann das Fundament tragen. Auch die anderen Häuser des Seniorenzentrums seien damals so errichtet worden, berichtet Stolz.

Spielt das Wetter mit und läuft alles Weitere nach Plan, soll Ende März 2018 der Rohbau stehen. „Wir hoffen, dass wir Ende des nächsten Jahres die Zimmer beziehen können“, sagt Stolz. Im Zuge der Modernisierung werden auch die Küche und der Speisesaal erweitert.

Für das Gebäude Marktweg 11 ist bereits ein neuer, zweiter Fluchtweg geschaffen worden. Allerdings kann nun nicht mehr die Anlieferung für die Küche über den Marktweg erfolgen. Dafür darf das Seniorenzentrum jetzt ein Nachbargrundstück an der gegenüberliegenden Industriestraße nutzen. Der Neubau wird laut Stolz von der Stiftung „Deutsches Hilfswerk“ mit 300.000 Euro gefördert. Sie vergibt das Geld, das die Deutsche Fernsehlotterie über den Losverkauf für den guten Zweck einspielt. Rund 400 Projekte unterstützt das Hilfswerk jährlich.

von Michael Tietz

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