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Christkinder machen sich auf den Weg

Heiligabend Christkinder machen sich auf den Weg

In einigen Dörfern des Hinterlandes erhalten die Kinder an Heiligabend traditionell vom „Christkind“ ihre Geschenke.

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Durch dichten Schnee stapften im vergangenen Jahr die Kombacher Christkinder, dieses Jahr werden sie wohl eher den Regenschirm in ihren Wagen packen müssen.

Quelle: Privatfoto

Kombach. Heute werden durch die Kombacher Straßen wieder ganz besondere Himmelsboten ziehen: Der alte Brauch der Christkind-Besuche ist in dem Biedenkopfer Stadtteil seit Jahrzehnten lebendig.

Dort kostümieren sich die Mädchen, die im Frühjahr konfirmiert wurden, mit weißen Gewändern als Christkinder. Mit einem kleinen Bollerwagen gehen sie durch die Straßen und bleiben vor den Häusern stehen, um zu singen und weihnachtliche Grüße zu übermitteln. Dafür bekommen sie eine kleine Spende: ein Geldstück oder Süßigkeiten.

Vor allem bei den kleinen Kombachern sorgen die Christkinder für leuchtende Augen: „Bei den Kindern kommen die Besucher sehr gut an“, sagt die vierfache Mutter Catherine Debus-Donges, die in der Kombacher Bergstraße lebt.

Der Heiligabend sei ohnehin ein ganz besonderer Abend, und die Christkinder würden einen Teil der weihnachtlichen Stimmung ausmachen.

Seit wann in Kombach die Christkinder umherziehen, weiß niemand so ganz genau. „Bestimmt seit mehr als hundert Jahren“, sagt Claudia Platt-Schreiber, die Vorsitzende des Kirchenvorstands der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Eckelshausen, zu der auch Kombach gehört. Schon ihre Mutter sei als Christkind unterwegs gewesen, sie selbst, und nun die beiden Töchter. Immer sind es die im Frühjahr konfirmierten Mädchen, die sich auf den Weg machen.

Eine „offizielle Aktion“ der Kirchengemeinde sei der Christkind-Gang gleichwohl nicht, „vielmehr ein Brauch, den es schon so lange gibt, dass niemand auf die Idee käme, ihn infrage zu stellen.“ Die männlichen Konfirmierten bekommen übrigens auch etwas zu tun: Sie gehen am 6. Dezember als Nikolaus verkleidet durch das Dorf.

von Sophie Cyriax

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