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Hinterland Chor erhält den "Dankeskelch"
Landkreis Hinterland Chor erhält den "Dankeskelch"
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18:59 02.05.2012
Während der gemischte Chor Hommertshausen beim Festgottesdienst zu seinem 100-jährigen Bestehen sang, wurden am Nachmittag Mitglieder geehrt (von links): Pfarrer Reiner Braun, Ilse Umsonst, Hilde Wege, Ernst Schmitt, Pfarrerin Sandra Jost, Hildegard und
Dautphe

Unter dem Motto „Ich will singen von der Gnade des Herrn“ stand der Festgottesdienst in der Martinskirche Dautphe zum 100-jährigen Bestehen des gemischten Chores Hommertshausen. Nach dem Orgelvorspiel begrüßte Pfarrerin Sandra Jost den Jubiläums­chor sowie die Besucher in der fast vollen Kirche.

Unter der Leitung von Dirigent Gerhold Kolbe eröffnete der Chor den feierlichen Gottesdienst mit dem Lied aus Psalm 89 „Ja, ich will singen von der Gnade des Herrn“ des Komponisten Paul Ernst Ruppel. Es folgten aus dem Psalm 23 „Der Herr ist mein Hirte“ und nach dem Gebet brillierten die Sänger mit dem „Lobsinget Gott, dem Herrn“ nach dem lateinischen Original.

Zu Beginn seiner Predigt sagte Pfarrer Reiner Braun dass er im April vor zehn Jahren seinen Dienst in der Kirche in Dautphe angetreten habe und in dieser Zeit die beiden Chöre aus Dautphe und Silberg aufgelöst wurden. „Es ist eine besondere Gnade, dass der Gemischte Chor aus Hommertshausen 100 Jahre alt geworden ist“, sagte der Pfarrer.

Es ist nicht selbstverständlich dass der Chor noch immer singe, auch Höhen und Tiefen, Konflikte und Streit mussten in den vergangenen Jahrzehnten bewältigt werden. Trotzdem bereichern die Sänger bis heute mit ihren Liedern nicht nur das Chor- sondern auch das Gemeindeleben und setzen sich seit vielen Jahrzehnten für die Menschen ein.

Bei vielen Veranstaltungen sowie Gottesdiensten, Besuche im Krankenhaus, Seniorenheimen und bei Jubiläen begeistern sie die Besucher mit ihren Liedern.

Zum Schluss jeder Übungsstunde betonte Jost, spreche der Chor das Vater unser, diesmal wird es aber in gesungener Form nach der Musik von Christian Heinrich Rink (1770-1846) dargeboten. Hartmut Schwieger ließ in einem kurzen Rückblick die Chorgeschichte Revue passieren.

Karl-Heinz Grebe, Vorsitzender des Regionalverbandes Hinterland im Evangelischen Sängerbund, betonte, dass der Hommertshäuser Chor als letzter im Kirchspiel Dautphe übrig geblieben sei. Mit dem Psalmlied 34 „Ich will den Herren loben“ erfreute der gemischte Chor zum Abschluss die Gottesdienstbesucher die sich mit kräftigem Beifall bedankten.

Sein Jubiläum feierte der gemischte Chor am Nachmittag im Dorfgemeinschaftshaus mit den Dorfbewohnern, Freunden und ehemaligen Chorsänger zählten. Mit den Gästen sang der Chor den Kanon „Die Herrlichkeit des Herrn bleibet ewiglich“ bevor der Vorstand alle 34 Sängerinnen und Sänger ehrte.

Eine ganz besondere Ehre wurde dabei drei Sängern zuteil. Hilde Wege singt bereits seit 65 Jahren im Kirchenchor und genau so lange ist Ernst Schmitt aus Silberg aktiv. Nach dem Auflösen des Chores in Silberg wechselte er nach 56 Jahren nach Hommerthausen. Ilse Umsonst ist seit 52 Jahren aktiv und wurde für ihren Dienst im Vorstand als Kassenwartin (26 Jahre) geehrt.

Freitag richtete seinen Dank an Dirigent Gerhold Kolbe der vor 48 Jahren als Sänger in den Chor eintrat und diesen offiziell seit 42 Jahren leitet. Pfarrerin Sandra Jost und Pfarrer Reiner Braun nahmen das Jubiläum zum Anlass, einen „Dankeskelch“ zu übergeben. Dieser Kelch so Braun, sei für die Kirche ähnlich dem Bundesverdienstkreuz. Mit diesem Kelch könne man alle an den Frühstückstisch holen und gemeinsam die Sonntags Begrüßung feiern, betonte Braun. Sichtlich gerührt nahm Gerhold Kolbe diese Ehrung entgegen und sagte „ das ist heute alles ein bisschen viel“.

Der Tag wurde abgerundet mit der Chronik in Wort und Bild sowie einem Sketch über die Theologieprüfung, der für Heiterkeit sorgte. Mit kräftigem Beifall bedankten sich die Besucher für die gelungenen Lied-sowie Beiträge. Nach einem gemütlichen Kaffeetrinken klang der Festtag aus.

von Ingrid Lang

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