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Chance für Akademiker im Hinterland

Hochschullstandort Biedenkopf Chance für Akademiker im Hinterland

Junge Menschen aus dem Hinterland, die eine akademische Laufbahn anstreben, haben nun einen weiteren Grund, in ihrer Heimat zu bleiben: Die Technische Hochschule Mittelhessen hat ihren Betrieb in Biedenkopf aufgenommen.

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„Studium Plus“ zieht in Biedenkopf ein: Vertreter der Technischen Hochschule, der Beruflichen Schulen, des Landkreises und der Kommunen enthüllten die neue Stele.

Quelle: Hartmut Bünger

Biedenkopf. „Biedenkopf ist der jüngste Hochschulstandort Hessens“, erklärte Professor Harald Danne, Leitender Direktor des Zentrums Duales Hochschulstudium (ZDH), während der Eröffnung im Foyer der Berufsschule. Dort hat die Biedenkopfer Außenstelle der Technischen Hochschule Mittelhessen (THM) ihre Räume. Sie dehne damit als viertgrößte Fachhochschule Deutschlands ihre Präsenz in der Fläche weiter aus, betonte Danne.

Zum Standort in Wetzlar sowie den Außenstellen in Bad Wildungen, Bad Hersfeld und Frankenberg komme nun ein weiterer Standort hinzu. Für Danne ist das Ende der Entwicklung damit noch lange nicht erreicht. „Das duale Studium ist ein Zukunftsmodell“, sagte er. Aus mehreren Gründen: Diese Form der praxisnahen Ausbildung wirke dem Mangel an Fach- und Führungskräften entgegen und sei damit ein wichtiger Baustein der Wirtschaftsförderung. Ein Neubau soll der Hochschule langfristig den nötigen Platz verschaffen.

Positiv blickte auch Dr. Uwe Schäkel, Vorstandsvorsitzender des Competence Centers duale Hochschulstudien, in die Zukunft des neuen Standorts. In den anderen drei Außenstellen seien wenige Jahre nach der Entstehung für das Wintersemester 2013 rund 200 Studenten angemeldet. „Was in Nordhessen möglich ist, wird auch hier möglich sein“, prognostizierte er. Eine Erwartung, die der Leiter der Beruflichen Schulen Biedenkopf, Karl Heinz Schneider, noch mit Zahlen unterfütterte: 40 neue Studenten könnten es pro Jahrgang gut und gerne werden, habe er nach einem Blick in die Unterlagen seiner Schule errechnet. Er erhofft sich von der Hochschule eine „Umkehrung der demografischen Abwärtsspirale“. Will sagen: Junge Leute absolvieren eine akademische Ausbildung in der Region, arbeiten dort später als Fach- und Führungskräfte, helfen mit beim Wachstum der Unternehmen, lassen neue Arbeitsplätze entstehen - und sorgen für die Attraktivität der Region.

Landrat Robert Fischbach (CDU) wertete die neue Außenstelle der THM als eine „unheimliche Aufwertung der Region“ und eine Investition in die inneren Potenziale der Menschen, die dort leben.

Auf konkrete Zukunftspläne kam der Erste Kreisbeigeordnete Dr. Karsten McGovern (Grüne) zu sprechen. Man plane derzeit, die sanierungsbedürftige Werkstatt abzureißen und an ihrer Stelle einen Neubau zu errichten, erklärte er. Dabei entstehe Platz für ein Hochschulgebäude, in das auch die Industrie- und Handelskammer einziehen könne. Denkbarer Einweihungstermin: 2015.

von Hartmut Bünger

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