Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 14 ° Gewitter

Navigation:
CSL Biotherapies versorgt Risikogruppen

Schweinegrippe-Impfstoff CSL Biotherapies versorgt Risikogruppen

Schweinegrippe-Impfstoff wird zum Einsatz bei Schwangeren als unbedenklich eingeschätzt. Am Donnerstag bestellte die Bundesregierung insgesamt 150.000 Dosen des Schweinegrippe-Impfstoffs „H1N1 Pandemic Influenza Vaccine“ von CSL Biotherapies, die neben CSL Behring am Standort Marburg vertreten sind.

Voriger Artikel
Nautilust erhält Sprungbecken
Nächster Artikel
Ab Montag ist die „Talstraße“ in Holzhausen dicht

Zwei Mitarbeiter bereiten die Abfüllung des Grippe-Impfstoffs bei CSL Behring in Marburg vor.

Quelle: CSL Behring

Marburg. „Vor zehn Tagen kam der Anruf aus dem Ministerium, wie viele Dosen wir wann und zu welchem Preis liefern können“, berichtete Dr. Ingolf Sieper, Europa-Geschäftsführer von CSL Biotherapies, am Freitagnachmittag im Gespräch mit der OP. Innerhalb kürzester Zeit wurden entsprechende Daten für den Impfstoff ohne Wirkverstärker/Adjuvantien, der in der Darreichungsform Einmalspritze ohne quecksilberhaltige Konservierungsmittel auskommt, an das Paul-Ehrlich-Institut geschickt.

„Wir gehen davon aus, dass die Zulassung für den Impfstoff für schwangere Frauen Ende November kommt. Dann stellen wir die 150.000 Dosen zur Verfügung“, so Dr. Sieper weiter. Die Dosen werden in Australien abgefüllt und vom australischen Kontingent abgezogen. „Deshalb waren nur 150.000 Dosen möglich. Im Januar werden wir prüfen, ob wir noch mehr liefern können“, erklärte Dr. Sieper. „Das ist ein Impfstoff, wie wir ihn uns für 50 Millionen Menschen in Deutschland gewünscht hätten“, stellte Wolfgang Becker-Brüser vom „arznei-telegramm“ in einem TV-Interview fest. Dr. Sieper sagte: „Hätte man uns früher eingebunden, hätten wir in Deutschland komplett die Risikogruppen mit Impfstoff versorgen können“.

CSL versorgt die Bevölkerung in Australien und Teile der Bevölkerung in Neuseeland und Singapur mit dem pandemischen Impfstoff. Bereits im Mai erhielt CSL den Auftrag, Grippe-Impfstoff für 180 Millionen Dollar an die US-Regierung zu liefern. Im Oktober bestellten die kanadischen Gesundheitsbehörden den Pandemie-Impfstoff, um alle schwangeren Frauen in Kanada immunisieren zu können. „Zudem hat heute die oberste Gesundheitsbehörde der USA die Anwendung des Impfstoffs bei Kleinkindern ab sechs Monaten zugelassen“, berichtete Dr. Roland Martin, Geschäftsführer von CSL Behring, am Freitag im OP-Gespräch.

Bei CSL Behring in Marburg sind Mitarbeiter aus verschiedenen operativen Bereichen zur Bereitstellung des saisonalen und pandemischen Grippeimpfstoffs im Einsatz. Für die „Grippesaison“ wurden seit Ende Mai zusätzlich 70 Mitarbeiter befristet eingestellt. „Wir sind für das große persönliche Engagement unserer Mitarbeiter in der Abfüllung, der optischen Kontrolle, Verpackung sowie Lager und Versand am Standort Marburg sehr dankbar“, sagten Dr. Ingolf Sieper und Dr. Roland Martin.

von Michael Acker

Mehr dazu lesen Sie in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Marburg

Das Pharma-Unternehmen Novartis Vaccines and Diagnostics GmbH & Co. KG beginnt am Mittwoch in der Zellkulturanlage „Linie 3“ in Marburg mit der großangelegten Produktion eines Pandemie-Impfstoffes gegen den Grippe-Erreger H1N1, der Schweinegrippe.

  • Kommentare
Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Hinterland

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr