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CDU nominiert Dr. Thomas Schäfer

Minister ist Direktkandidat CDU nominiert Dr. Thomas Schäfer

Im Wahlkreis Marburg-Biedenkopf I setzt die CDU im Landtagswahlkampf auf den Ministerbonus. Der hessische Finanzminister soll dort das Direktmandat holen. 2013 war er nur über die Liste ins Parlament gekommen.

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Dr. Thomas Schäfer (Mitte) und seine Ehefrau Monika freuen sich über die Nominierung für den Wahlkreis. Dr. Stefan Heck gratuliert nach der Wahl.

Quelle: Dominic Heitz

Gladenbach . Als Dr. Stefan Heck den Kandidaten ansagte, sprach er von einen „Hinterländer durch und durch“. Tatsächlich ist Dr. Thomas Schäfer als Finanzminister des Landes zwar derzeit beruflich an Wiesbaden gebunden.

Aber der Biedenkopfer macht keinen Hehl daraus, dass er stolz auf seine Herkunft und Heimat ist. Die Delegiertenversammlung dankte es ihm mit einem eindeutigen Wahlergebnis. Schäfer wurde im „Haus des Gastes“ mit 71 Jastimmen bei einer Enthaltung zum Direktkandidaten für die Landtagswahl am 28. Oktober bestimmt. Sein Ersatzbewerber ist der Dautphetaler Dr. Horst Falk.

Thomas Schäfer zeigte in seiner dreiviertelstündigen Rede, in welche Richtung er die Politik als Mitglied des Landtages beeinflussen möchte. Dabei verwies er vor allem auf seine Arbeit als Finanzminister und die der Schwarz-Grünen Regierung.

Auch Fortschritte beim Thema Sicherheit

Einen Seitenhieb auf die Koalitionsgespräche im Bund wollte er sich dabei nicht verkneifen: „Das Berliner Durcheinander brauchen wir in Wiesbaden nicht.“
In Hessen habe die Regierung in den vergangenen Jahren „vieles nach vorn gebracht“, so Schäfer.

Kein anderes Flächenland gebe pro Kopf so viel Geld für Bildung aus. Wiesbaden habe Bildung prioritär behandelt und damit wolle er weitermachen, sagte Schäfer.
Auch beim Thema Sicherheit habe es Fortschritte gegeben.

Schäfer verwies hier auf die Aufklärungsquoten von Straftaten, die seinen Angaben zufolge über dem Bundesdurchschnitt liegen und im Ländervergleich nur von Baden-Württemberg übertroffen werden. Der Minister sprach sich in diesem Zusammenhang auch für die Vorratsdatenspeicherung aus. Der Staat brauche vor dem Hintergrund der Digitalisierung „Waffengleichheit“ mit Kriminellen.

Minister möchte ländliche Gebiete fördern

Schäfer gab zu, dass die positiven Haushaltszahlen des Landes auch darauf zurückzuführen sind, dass es der Wirtschaft insgesamt sehr gut geht. Hessen zahle 2016 zum ersten Mal seit 1969 wieder Schulden zurück, sagte Schäfer.

Doch was bringen die guten Zahlen in Wiesbaden den Menschen im Landkreis? Schäfer betonte, dass es ihm ein wichtiges Ziel sei, die ländlichen Gebiete­ zu fördern und zu modernisieren. Mit der Einführung der Hessenkasse „können viele verschuldete Kommunen die ­Reset-Taste drücken“, sagte er.

Rund 300 Millionen Euro habe der Landtag zudem als Investitionen von den Ballungsräumen in die ländlichen Gebiete verlagert. „Ich bin stolz darauf, meine Region im Landtag vertreten zu dürfen“, sagte der Biedenkopfer.

Damit das auch klappt, schwor Schäfer seine Parteifreunde auf einen „verdammt engagierten, verdammt langen und verdammt harten Wahlkampf ein“. 2014 hatte er den Direkteinzug knapp verpasst. Dass es wieder über die Landesliste der Union für ein Mandat reicht, darauf möchte sich Schäfer nicht verlassen.

von Dominic Heitz

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