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CDU nominiert Christiane Becker

Bürgermeisterwahl Gladenbach CDU nominiert Christiane Becker

Gestern nominierte der CDU-Stadtverband die Erdhäuserin Christiane Becker zur Bürgermeisterkandidatin. Am 25. Mai stellte sie sich dem Wählervotum, sofern die CDU-Mitglieder ihr das Vertrauen schenken.

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Christiane Becker mit Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim beim Spatenstich. Becker will in Knierims Fußstapfen treten und seine Nachfolge antreten.Foto: Hartmut Berge

Gladenbach. Nachdem der amtierende Bürgermeister Klaus-Dieter Knierim (CDU) vergangene Woche völlig überraschend angekündigt hatte, sich nicht mehr zur Wahl zu stellen, war es für die Christdemokraten bei der Kandidatensuche fünf vor zwölf.

In der zügig einberufenen Vorstandssitzung der CDU fiel gestern Abend die Entscheidung: Die 44-jährige Christiane Becker soll in die Fußstapfen von Klaus-Dieter Knierim treten. Nun muss allerdings noch die Mitgliederversammlung darüber abstimmen, ob Becker für die CDU als Kandidatin aufgestellt wird. Die Mitglieder treffen ihre Entscheidung am 21. Februar. Bevor Becker sich allerdings bereit erklärte zu kandidieren, versicherte sie sich noch der Unterstützung ihrer Familie, die mit ihrem politischen Engagement seit Jahren Erfahrung hat und die dem vielleicht nervenaufreibenden Wahlkampf offen gegenüber stehen müssen.

„Das war für mich der wichtigste Punkt bei der Entscheidung zu kandidieren“, sagt Becker, die kurz nach der Nominierung durch den Vorstand noch immer etwas sprachlos ist. Zunächst will Becker sich wieder ein bisschen erden, denn auf sie wartet eine wichtige Aufgabe. Becker könnte die erste Frau im Amt des Bürgermeisters in der Geschichte Gladenbachs werden. Das schreckt sie natürlich ganz und gar nicht ab. „Ich bin auch die erste Frau an der Spitze des Ortsbeirates in Erdhausen“, sagt sie.

Der bevorstehende Wahlkampf bereitet der 44-Jährigen auch kein Kopfzerbrechen. Es sei eine riesige Teamleistung, somit habe sie viel Unterstützung zu erwarten. Das Parteiprogramm, das für die Wiederwahl Knierims erarbeitet werden sollte, könnte nun einige Veränderungen beinhalten.

„Frauen sehen manche Dinge anders“, bestätigt Vorstandsvorsitzender und Pressesprecher Peter Müller. Das Programm müsse an die Kandidatin angepasst werden, die offenbar aufgrund ihrer langjährigen Erfahrungen im Stadtparlament schon konkrete Vorstellungen hat.

Fest steht, dass Becker gegen den 52-jährigen Gladenbacher Peter Kremer (parteilos) antreten wird, der von den Sozialdemokraten unterstützt wird. Eventuell kommen noch weitere Bewerber hinzu. Die Bewerbungsfrist läuft noch bis 66 Tage vor dem Wahltermin. Dann heißt es unter Umständen auch Klinkenputzen für Becker, die sich sicher ist, dass sie Wahlkampf und Beruf unter einen Hut kriegt. „Mich kennen doch viele“, sagte sie selbstbewusst.

Kommunalpolitisch ist Becker, die in der Gemeindeverwaltung in Bad Endbach als stellvertretende Fachbereichsleiterin in der Abteilung Finanzen beschäftigt ist, keine Unbekannte. Seit 2001 sitzt sie mit einem Mandat für die Christdemokraten im Stadtparlament in Gladenbach. Von 2001 bis 2006 war sie im Haupt- und Finanzausschuss aktiv und übernahm diese Funktion erneut im Juni 2011 bis heute. Außerdem war sie von 2001 bis 2006 Mitglied im Ausschuss Jugend, Sport, Soziale und Kulturelle Angelegenheiten. Seit 2011 sitzt sie außerdem im Aufsichtsrat der Kur- und Freizeitgesellschaft.

Seit 2006 steht sie zudem an der Spitze des Ortsbeirates in Erdhausen und kümmert sich mit Herzblut um die Belange ihrer Mitbürger.

von Silke Pfeifer-Sternke

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