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Bushaltestelle nimmt Form an

Lohra Bushaltestelle nimmt Form an

Einziger Tagesordnungspunkt der Ortsbeiratssitzung am Donnerstag war der Neubau einer Haltestelle für den Busbegegnungsverkehr.

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Ingenieur Joachim Schneider erläutert Standort und Form der Haltestelle für den Busbegegnungsverkehr in Lohra.Foto: Ruprecht

Lohra. Joachim Schneider vom gleichnamigen Ingenieurbüro stellte den Entwurf einer Haltestelle für den Busbegegnungsverkehr vor. Ziel sei es, den Busverkehr möglichst weit von der Bebauung zu entfernen, sodass die Anlieger wenig vom Geräuschpegel der an- und abfahrenden Busse belästigt werden.

Das geplante Areal erhält eine Einbahnstraßenregelung und erstreckt sich südlich der Durchgangsstraße nahe des alten Bahnhofs bis in die Nähe des Fahrradwegs, erläuterte Schneider. Das Investitionsvolumen für den Bau beziffert er auf 420000 Euro. Die Gemeinde Lohra hofft, dass sie für den Neubau Zuschüsse aus Fördertöpfen erhält.

Gerhard Born, stellvertretender Geschäftsführer des Regionalen Nahverkehrsverbands (RNV) Marburg-Biedenkopf, erläuterte als Gast, dass sich der RNV nie auf die Haltestellen an der Landesstraße eingelassen hätte, wenn nicht von Anfang an die Zusicherung für den Bau einer separaten Bushaltestelle gegeben worden wäre. Sowohl Born als auch Schneider lehnten den immer wieder in die Diskussion gebrachten Standort „In der Pitz“ für eine Busbegegnungshaltestelle aus baulichen und sozialen Gründen ab.

Mit der stündlichen Anbindung der Linie 383 von 5 Uhr morgens bis 0 Uhr nachts Richtung Marburg und Bad Endbach sowie den Linien in die südlichen Lohraer Ortsteile und nach Niederwalgern habe Lohra einen eindeutigen Standortvorteil für seine Bürger, sagte Ortsbeiratsmitglied Kurt Schwald.

Bürgermeister Georg Gaul verwies auf den Beschluss der Gemeindevertretung aus dem Jahr 2010, die den Neubau einer Bushaltestelle festschreibt und die CDU-Anträge gegen die Bushaltestelle, die mehrheitlich abgelehnt wurden. An der Sitzung nahmen rund 10 Anlieger teil, die zusätzliche Lärm-Belastungen befürchten.

Ortsbeiratsmitglied Knut Schäfer machte sich zu deren Fürsprecher und kritisierte, dass die Anlieger nicht von Beginn an in die Planungen eingebunden wurden. Dagegen verwahrte sich Ortsvorsteherin Elfriede Köhler in der daraufhin mit den Gästen sehr emotional geführten Diskussion. Alle Sitzungen zu diesem Thema seien öffentlich.

Der Ortsbeirat vereinbarte mit dem Planer Joachim Schneider eine öffentliche Ortsbegehung am Montag, 18. Juni, um 18 Uhr, damit sich alle Interessierten über den geplanten Standort informieren können.

von Anita Ruprecht

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