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Busfahrerausbildung neu geregelt

Ausbildung Busfahrerausbildung neu geregelt

Wie wird man eigentlich Busfahrer? Diese Frage war bislang nicht in einem Satz zu beantworten. Seit kurzem ist eine Berufsausbildung möglich – im Landkreis bisher nur bei Udo Diehl Reisen.

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Geschäftsführer Udo Diehl (rechts) und Maic Schnitzky, Disponent und Personalbeauftragter, würden diesen Sommer gern zwei Auszubildende einstellen.

Quelle: Tanja Hamer

Amönau. „Busfahrer sind in der Regel Quereinsteiger, die den dafür erforderlichen Personenbeförderungsschein entweder mal bei der Bundeswehr oder privat gemacht haben“, erklärt Udo Diehl, Geschäftsführer von Udo Diehl Reisen GmbH & Co. KG. Bislang war also zur Ausübung des Berufs keine Ausbildung nötig und eine gezielte Berufsausbildung auch gar nicht möglich. Dies hat sich seit kurzem geändert.

Allerdings läuft die Informationspolitik etwas schleppend an, wie Diehl zu berichten weiß. „Die Schulabgänger wissen meistens gar nicht, dass es den Beruf als Ausbildungszweig gibt.“ Das Unternehmen ist im Landkreis das erste, das die neue Ausbildung zum Berufskraftfahrer im Personenverkehr anbietet. Bewerben können sich junge Menschen mit Haupt-, Real- oder Gymnasialabschluss.

Zwei wichtige Voraussetzungen für den Beruf des Busfahrers sind nach Meinung des Busunternehmers: „Man muss mit Menschen umgehen können und über ein gewisses technisches Verständnis verfügen.“ Auch eine Leidenschaft fürs Fahren sollten die Bewerber mitbringen, immerhin verbringt ein Busfahrer die meiste Zeit auf der Straße. Die körperliche Belastbarkeit wird in einer der Ausbildung vorangehenden Untersuchung überprüft.

„Der Beruf hat gute Perspektiven“, ist sich Diehl sicher. „Denn in Zukunft wird das Personal knapp.“ Lediglich 25 Prozent der Busfahrer sind heute unter 35 Jahre alt. Aus diesem Grund hat der Bundesverband Deutscher Omnibusunternehmer (BDO) nun eine Kampagne ins Leben gerufen, die auf die neue Berufsausbildung aufmerksam machen soll. Auch Diehl hofft auf Bewerber, noch sind die beiden Ausbildungsplätze in seinem Unternehmen unbesetzt.

von Tanja Hamer

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