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Hinterland Busfahrer streiken „in naher Zukunft“
Landkreis Hinterland Busfahrer streiken „in naher Zukunft“
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19:37 02.03.2012
Am vergangenen Montag hatten in Marburg die Busfahrer die Arbeit niedergelegt. Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Die Gewerkschaft Verdi kündigte für die nächste Woche Warnstreiks des öffentlichen Dienstes an. Betroffen ist der Bus- und Bahnverkehr, laut Aussage von Verdi am Montag zunächst im Großraum Frankfurt. Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst waren am Donnerstag ohne Ergebnis gewesen – wie schon zuvor für private Busfahrer .

Dass Marburg auch wieder von den Streiks der Busfahrer betroffen sein kann, das konnte der Betriebsratsvorsitzende der Stadtwerke, Thorsten Beliza, nicht verneinen. „Es muss Reaktionen auf das negative Verhalten der Arbeitgeber bei den Tarifverhandlungen geben – und die Antwort kann nur Streik sein“, erklärte Beliza gegenüber der OP am Freitag. Wann genau gestreikt wird, konnte Beliza nicht sagen, lediglich, dass es „in naher Zukunft“ passieren wird.

Die Stadtwerke stellen sich mit einem Krisenmanagement auf die drohenden Streiks ein. „Wir schlafen im Moment alle mit dem Handy am Bett, um so schnell wie möglich reagieren zu können“, sagte Karin Brahms, Pressesprecherin der Stadtwerke Marburg.

Die Stadtwerke empfehlen besonders Eltern von Schulkindern, die von auswärts nach Marburg zur Schule fahren, in der nächsten Woche morgens Radio zu hören, um von einem Streik möglichst früh zu erfahren. Das gelte auch für Kinder, die mit der Bahn fahren und dann am Bahnhof nicht weiterkommen. „Das tut uns auch immer sehr leid, gerade für die Schulkinder“, sagte Beliza. Aber die Busfahrer hätten keine andere Möglichkeit, sich für ihre Rechte einzusetzen.

Streiks im öffentlichen Nahverkehr sind für Nord- und Mittelhessen ab Donnerstag angekündigt. Die Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen waren nach einer ersten Verhandlungsrunde ergebnislos vertagt worden. Die Gewerkschaften fordern 6,5 Prozent, monatlich jedoch mindestens 200 Euro mehr Lohn.

von Tanja Hamer und unseren Agenturen