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Busfahrer sehen Streik als letzte Chance

Marburg Busfahrer sehen Streik als letzte Chance

Weil in den Tarifverhandlungen der Gewerkschaft Verdi mit dem Arbeitgeberverband Hessischer Omnibusunternehmen (LHO) keine Einigung abzusehen ist, kann es auch in Marburg zu Streiks im Busverkehr kommen.

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Noch rollen die Marburger Stadtbusse. Jederzeit kann es jetzt aber zu einem Streik kommen, denn eine Einigung im Tarifstreit zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Arbeitgeberverband Hessischer Omnibusunternehmer ist nicht in Sicht.

Quelle: Katharina Kaufmann

Marburg. Noch rollen die Marburger Stadtbusse im Minutentakt vom Gelände der Marburger Verkehrsgesellschaft mbH, einer Tochter der Marburger Stadtwerke. Das kann sich aber schon in der nächsten Woche ändern. Dann nämlich könnten die Busfahrer in den Streik treten. „Wir sehen einen Streik als letzte Chance, um unsere Forderungen durchzusetzen – auch wenn wir wirklich ungern unsere Arbeit niederlegen“, betont Thorsten Beliza, Vorsitzender des Betriebsrates der Marburger Verkehrsgesellschaft, gegenüber der OP.

Seit 20. Januar verhandeln Vertreter der Tarifkommission der Gewerkschaft Verdi – zu ihnen gehört auch Beliza – mit dem Arbeitgeberverband Hessischer Omnibusunternehmer. Eine Einigung scheint auch in der am Mittwoch, 29. Februar, stattfindenden dritten Verhandlungsrunde nicht in Sicht zu sein.

„Wir fordern eigentlich nicht viel“, sagt Thorsten Beliza. 1,50 Euro mehr pro Stunde würden der von Busfahrern getragenen Verantwortung beim täglichen Transport von Hunderten Menschen deutlich gerechter werden, findet er. Derzeit erhalten Busfahrer einen Tariflohn von 10,51 Euro pro Stunde. „Das halten wir für unterbezahlt“, so Beliza.

Die Arbeitgeberseite hat ihren Beschäftigten dagegen angeboten, die Stundenlöhne um 2,2 Prozent für 13 Monate und um weitere 2 Prozent für weitere 13 Monate anzuheben. Für die Vertreter von Verdi und die Busfahrer eine Frechheit und völlig unakzeptabel: „Das sind umgerechnet 23 Cent mehr pro Stunde. Das ist lächerlich“, sagt der Betriebsratsvorsitzende aus Marburg. Damit würden nicht einmal die derzeitigen Preissteigerungen gegenüber dem Jahr 2011 ausgeglichen, ein weiterer Reallohnverlust wäre die Folge, erklärt Verdi.

von Katharina Kaufmann

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