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Bund verpflichtet Vermieter zu Trinkwasser-Test

Trinkwasserverordnung Bund verpflichtet Vermieter zu Trinkwasser-Test

Die Neuregelung der Trinkwasserverordnung wäre wohl kaum auf öffentliches Interesse gestoßen, würden Vermieter nicht zur Kasse gebeten.

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Klar und rein kommt das Trinkwasser aus der Leitung. Doch genau in dieser können sich gefährliche Bakterien bilden.

Quelle: Archivbild

Marburg. Mehrere tausende Hausbesitzer, so die Schätzung von Stefan Schienbein, Sprecher des Landkreises Marburg-Biedenkopf, müssen sich in den kommenden Monaten selbstständig um die Untersuchung ihrer Trinkwasseranlagen kümmern. Ein- und Zweifamilienhäuser sind von der Neuregelung ausgeschlossen. Nicht aber Häuser, in denen mehrere Wohnparteien leben oder in denen das Speichervolumen der Trinkwasser-Installation mindestens 400 Liter umfasst.

Ziel der Untersuchung, die nach Regeln der neuen Trinkwasserverordnung einmal pro Jahr durchgeführt werden soll, ist es, die Gefährdung durch sogenannte „Legionellen“ zu verringern. Legionellen sind Feuchtkeime, die die sogenannte Legionärskrankheit, eine schwere Form der Lungenentzündung, auslösen können. In den vergangenen zehn Jahren wurden im Landkreis Marburg-Biedenkopf 23 Fälle der Legionärskrankheit gemeldet.

Verantwortlich für die Organisation der Untersuchungen zeichnet das Gesundheitsamt. Aktiv werden müssen die Hausbesitzer und Gewerbebetreiber jedoch selbstständig. Sie müssen sich um die Entnahme, die Untersuchung und die Registrierung kümmern. Kosten von bis zu 250 Euro könnten hierfür anfallen. Welche Konsequenzen zu erwarten sind, wenn die Jahresfrist verstrichen und die Wasserproben nicht eingereicht wurden, steht noch nicht fest. Lediglich, dass es sich hierbei um eine Ordnungswidrigkeit handelt.

von Marie Lisa Schulz

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