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Bürgeroberst behält die Nerven

Grenzgang 2012 Bürgeroberst behält die Nerven

Albrecht Welz hat ein wichtiges Ehrenamt der Stadt Biedenkopf inne:Er ist Bürgeroberst des Biedenkopfer Grenzgangs in diesem Jahr.

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Albrecht Welz ist als Bürgeroberst beim Biedenkopfer Grenzgang hoch zu Ross unterwegs mit den Grenzgangsreitern.

Quelle: Sophie Cyriax

Biedenkopf. Der 61-Jährige Albrecht Welz aus der Männergesellschaft Kottenbach/Markplatz wird hoch zu Ross der oberste Repräsentant des Grenzgangs sein. Als „höchstes Ehrenamt in der Stadt Biedenkopf“ empfindet Albrecht Welz sein Amt, in das ihn die Grenzgangsreiter in ihrer gemeinsamen Versammlung gewählt hatten. In den kommenden Wochen wird Albrecht Welz mit seinen Reitern Ausritte unternehmen, damit sich sowohl die zumeist noch unerfahrenen Reiter als auch die Pferde an die besondere Situation gewöhnen: das Reiten in der Gruppe, das Säbelklirren, Musik, Zuschauer, wehende Fahnen und das Peitschenknallen der Wettläufer.

Für Albrecht Welz ist es bereits der fünfte Grenzgang, den er zu Pferd erlebt: Zunächst in der Burschenschaft und später als Reiter für die Männergesellschaft Kottenbach/Marktplatz, deren erster Führer er 2005 war.

Generell stellt das Reiten keine Herausforderung für den amtierenden Oberst dar. Welz ist weit über die Grenzen des Hinterlands hinaus bekannt als Reitlehrer mit A-Trainer-Lizenz, als Parcourschef und Wertungsrichter bis in die höchste Klasse. Mit seinem Braunen „Donovan“ kommt er nach eigenem Bekunden gut zurecht, „das funktioniert“, meint Albrecht Welz. Lobende Töne gibt es von ihm für die Männerreiter des Grenzgangs 2012: „Das ist eine richtig gute Gruppe.“ Gleiches gelte für seine beiden Adjutanten, Michael Becker und Jens Nassauer.

Die Position des Bürgeroberst im Biedenkopfer Grenzgang wird zum ersten Mal 1839 aktenkundig. Bei den Grenzbegehungen früherer Zeiten waren Amtspersonen vertreten, beispielsweise der Bürgermeister und der Förster, der Amtmann und die Mitglieder des Rats der Stadt. Als die Grenzbegehung zum Grenzgangsfest wurde, fielen diese Amtsträger weg - als Ersatz wurde unter anderem der Oberst mit seinen Adjutanten installiert.

Seitdem führt der Oberst als oberster Repräsentant des Grenzgangs den Festzug bis zur Grenze. Dort verabschiedet er sich und nimmt mit den anderen Reitern einen anderen, für Pferde passierbaren Weg zum Frühstücksplatz.

Am dritten Tag endet die Grenzbegehung mit der Ansprache des Bürgeroberst. Sie findet am Samstag, 18. August, um 12 Uhr am letzten Grenzstein an der Erlenmühle statt. Dann geht der Tross der Grenzgänger von dort zurück in die Stadt.

von Sophie Cyriax

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