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Bürgermeister löst Wetteinsatz ein

Freibier Bürgermeister löst Wetteinsatz ein

Mit einem Helferfest belohnte die Feuerwehr Biedenkopf diejenigen, die bei der Hofsanierung halfen. Bürgermeister Joachim Thiemig löste währenddessen seinen Wetteinsatz ein und spendierte 200 Liter Bier.

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Der Hof der Feuerwehr Biedenkopf ist saniert. Darüber freuen sich (von links) Bürgermeister Joachim Thiemig, Wehrführer Michael Schäfer, der stellvertretende Stadtbrandinspektor Martin Herterich und Stadtbrandinspektor Kai-Michael Koch.

Quelle: Vanessa Schmidt

Biedenkopf. Bereits bei der Einfahrt durch das Tor der Feuerwache der freiwilligen Feuerwehr in Biedenkopf wird deutlich: Hier wurde viel geleistet. Das Pflaster der 2500 Quadratmeter großen Hoffläche wurde erneuert und erstrahlt in neuem Glanz.

„Schon seit einigen Jahren war uns klar, dass mit dem Pflaster des Hofs etwas passieren musste. Die alten Pflastersteine lagen seit mehr als 40 Jahren, es bestand dringend Handlungsbedarf. Die vielen Stolperstellen stellten eine erhebliche Unfallgefahr dar“, berichtete Wehrführer und Vorstandsvorsitzender Michael Schäfer.

Durch die schweren Fahrzeuge und den Winterdienst sei das Pflaster stets starken Belastungen ausgesetzt. Die Stadt Biedenkopf ließ daraufhin einen Kostenvoranschlag erstellen und beschloss, das Projekt in zwei Abschnitte einzuteilen.

Die Kosten sollten sich auf insgesamt 150000 Euro belaufen. Dank der Eigenleistung der Feuerwehr muss die Stadt nur noch 93000 Euro aufbringen.

Doch es kam anders, fasste Bürgermeister Joachim Thiemig (SPD) zusammen: „Ich überlegte mir, ob die Feuerwehr nicht gewisse Arbeiten in Eigenleistung ausführen könnte. Ich fragte und erhielt eine positive Reaktion.“

Auf der Jahreshauptversammlung im Februar kam es dann zu einer Wette. Der Bürgermeister forderte die freiwillige Feuerwehr heraus: Er wettete, dass es die Feuerwehr nicht schafft, auf dem gesamten Hof in Eigenleistung das alte Pflaster zu entfernen und zu entsorgen.

Die Feuerwehr nahm die Herausforderung an. Am 3. Mai begannen die Bauarbeiten. An insgesamt neun Arbeitstagen waren im Schnitt 18 Helfer im freiwilligen Einsatz.

„Wir schafften es, in 550 Arbeitsstunden das alte Pflaster zu beseitigen“, berichtete Wehrführer Schäfer stolz.

Somit verlor Bürgermeister Joachim Thiemig die Wette und löste den Einsatz - 200 Liter Bier - gleich am Abend des Helferfestes der Wehr ein. Dass er natürlich nie daran gezweifelt habe, die Wette zu verlieren, fügte er mit einem Lächeln hinzu.

Nachdem das ausgediente Pflaster gewichen war, rückte die Firma Scheld an. Diese erneuerte den Unterbau und legte das neue Pflaster.

„Insgesamt hat das Bauprojekt nur drei Monate gedauert, was wirklich beeindruckend schnell ist. Hier zeigt sich, dass auch große Projekte zügig durchgeführt werden können, wenn alle an einem Strang ziehen“, sagte Thiemig.

Die ursprüngliche Planung von zwei Bauabschnitten sei durch die Eigenleistung hinfällig geworden.

Der Bürgermeister lobte zudem die gute Zusammenarbeit mit der Firma Scheld, dem städtischen Bauhof und den freiwilligen Helfern der Feuerwehr.

Durch den Einsatz der Freiwilligen sparte die Stadt rund 10000 Euro. Mit einem Zuschuss von 6000 Euro für die Helfer sowie 87000 Euro für die Arbeiten der Firma verblieben für die Stadt Aufwendungen in Höhe von 93000 Euro.

„Es war eine gute Aktion. Anstrengend, aber es hat auch Spaß gemacht. Wenn man nun das Ergebnis sieht, weiß man, dass es sich gelohnt hat. Auch ich danke noch einmal allen Helfern und Mitwirkenden ganz herzlich“, fügte Wehrführer Schäfer hinzu.

von Vanessa Schmidt

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