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Hinterland Bürgermeister: Gemeindehat zu viel Anlagevermögen
Landkreis Hinterland Bürgermeister: Gemeindehat zu viel Anlagevermögen
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19:00 08.03.2013
Kirchvers

In der Ortsbeiratssitzung berichtet Kirchvers‘ Ortsvorsteher Markus Hemberger, dass die Buslinie 419, die bisher die südlichen Lohraer Ortsteile zur Linie 420 ab Fellingshausen Richtung Gießen verbindet, bis auf zwei Busse jeweils morgens um 7 und mittags um 13 Uhr für die Schulkinder, gestrichen werden soll. Zukünftig soll die Buslinie nur noch als AST (Anrufsammeltaxi) bedient werden. Die Änderung solle mit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2013 erfolgen, erläuterte Hemberger.

Er betonte, dass die Änderung nicht vom RNV Marburg-Biedenkopf ausgehe, sondern vom Gießener Nahverkehrsverband. Viele Kinder aus Kirchvers und Umgebung gehen nach Gießen zur Schule und seien dringend auf diese Linie angewiesen. Die Eltern wüssten noch nicht, was auf sie zukommt, sagte Hemberger. Er möchte möglichst bald eine Bürgerversammlung einberufen, um die Kirchverser Bürger über die Änderungen zu informieren.

Außerdem wurde das Vorhaben des SV Kirchvers diskutiert, der eine Sport- und Mehrzweckhalle bauen will. Für die Sitzung der Gemeindevertretung in der kommenden Woche hat der Gemeindevorstand eine Vorlage ausgearbeitet, die einen finanziellen Beitrag in Höhe von 5000 Euro für den Abriss der alten Bushalle vorsieht. Das Geld ist im Haushalt 2013 eingestellt, und die Vorlage weist eindeutig darauf hin, dass die Gemeinde keine weiteren Kosten für den Neubau übernimmt.

Der Ortsbeirat befürwortete einstimmig die Vorlage. Der Neubau sei eine Bereicherung für den Ort, denn aus städtebaulicher Sicht sei die 65 Jahre alte Bushalle eine Bauruine, sagte Bernd Willershausen, Mitglied des Gemeindevorstands und langjähriger Ortsvorsteher von Kirchvers.

„Mir wäre lieber gewesen, der Sportverein hätte das Dorfgemeinschaftshaus übernommen“, sagte Bürgermeister Georg Gaul. Das Dorfgemeinschaftshaus Kirchvers sei nach dem in der Kerngemeinde das am besten genutzte Bürgerhaus in der Großgemeinde. Hauptnutzer sei der Sportverein, sagte Gaul.

Er berichtet, dass die Gemeinde in ihren 10 Ortsteilen auch 10 Dorfgemeinschaftshäuser unterhält. Die Gemeinde habe definitiv zu viel Anlagevermögen und müsse sich in den nächsten Jahren von einigen Dorfgemeinschaftshäusern trennen“, sagte Ortsbeiratsmitglied Heinz Werner Weimer, der auch Vorsitzender des Bau-, Planungs- und Umweltausschusses ist.

Hemberger hob indes die Bedeutung des Dorfgemeinschaftshauses für die Dorfgemeinschaft von Kirchvers hervor. Er sehe in der neuen Mehrzweckhalle des Sportvereins keine Konkurrenz, sondern eine Ergänzung für das Dorfgemeinschaftshaus.

Weiter bereichtete er, das es auf dem „Gruhluck“ in der Gemarkung Weipoltshausen direkt am Wanderweg „Schau-ins-Land“ einen Aussichtspunkt gibt, von dem aus Wanderer zehn Dörfer sehen können. Der Kirchverser Walter Elmsheuser hatte schon vor einigen Jahren an diesem Punkt Schilder mit dem Namen der Dörfer aufgestellt. Nach der Zerstörung der Anlage hat Walter Elmsheuser gemeinsam mit mehreren Helfern den „10-Dörfer-Blick“ neu errichtet. Die Materialien hatte die Gemeinde zur Verfügung gestellt.

Der Wanderweg „Schau ins Land“ soll im November zertifiziert werden und im Sommer planen die anliegenden Orte mit dem Verein Lahn-Dill-Bergland eine Wanderung mit Bratpartie.

von Anita Ruprecht

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