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Bündnis gegen den Stellenabbau gründet sich

Uniklinikum Bündnis gegen den Stellenabbau gründet sich

Nachdem die Rhön-Klinikum AG angekündigt hatte, bis zu 500 Stellen abzubauen, hat sich nun in Marburg ein Bündnis gegründet mit dem Ziel, die Arbeitsplätze am privatisierten Universitätsklinikum Gießen und Marburg zu erhalten.

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Etwa 50 Menschen fanden sich zur Gründungsveranstaltung im Marburger DGB-Haus ein.

Quelle: Heiko Krause

Marburg. Marburg. Die erste große Aktion wird eine Demonstration am nächsten Samstag, 17. März, sein.

In der Gründungsveranstaltung am Donnerstagabend in Marburg berichteten die Betriebsratsvorsitzenden aus Gießen und Marburg, Klaus Hanschur und Bettina Böttcher, dass sich derzeit jeden Tag etwas ändern könne. Unter den Beschäftigten würden Unruhe und Angst herrschen. Und der Stellenabbau habe bereits begonnen, indem befristete Arbeitsverträge nicht verlängert würden. Es bestehe also akuter Handlungsbedarf.

Vertreter zahlreicher Organisationen sowie einzelne Bürger kamen um das Bündnis zu unterstützen. Etwa 50 Menschen füllten den Raum im Haus des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) in Marburg bis auf den letzten Platz. Vertreten waren auch die Betriebsräte beider Unikliniken, Vertreter der Bürgerinitiative Notruf 113, der Gewerkschaften, sowie der Parteien SPD, Grüne, Die Linke und Piraten.

Wie Micha Brandt von Notruf 113, der das Treffen moderierte, hervorhob, sei es der Initiative einer Bürgerin zu verdanken, dass das Bündnis ins Leben gerufen werde. Die Marburgerin Helga Scherer habe aus Sorge um eine gute Patientenversorgung die Idee dazu gehabt.

Die Demonstration wird von der Gewerkschaft Verdi organisiert und angemeldet. Das Motto soll sein " Gemeinsam für unser Klinikum - Gesundheit ist keine Ware".

Viele Redner verwiesen darauf, dass klar werden müsse, dass der Protest auch von den anderen Bündnisteilnehmern getragen werde. Der Landtagsabgeordnete Dr. Thomas Spies vertrat die Ansicht, man müsse auf die vorhandene breite Empörung setzen.

von Heiko Krause

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