Volltextsuche über das Angebot:

29 ° / 12 ° Regenschauer

Navigation:
Bündnis gegen Abwanderung

„Runder Tisch Karriere“ Bündnis gegen Abwanderung

Der „Runde Tisch Karriere“ will die Abwanderung von qualifizierten Arbeitskräften verhindern und Absolventen der Hochschulen in der Region  halten.

Voriger Artikel
Schließungs-Trend beunruhigt Politiker
Nächster Artikel
Landkreis kontert den Bundestrend bei Vermittlungsquote

Der „Runde Tisch Karriere“ will über berufliche Möglichkeiten informieren. Dazu werden auch Plakate mit Mikrochips eingesetzt, die per Smartphone zu weiteren Informationen führen.

Quelle: Melchior Bonacker

Marburg. Das breite Bündnis aus Vertretern des Landkreises, der Stadt Marburg, der Philipps-Universität, der Technischen Hochschule Mittelhessen sowie der Agentur für Arbeit, der Industrie- und Handelskammern, Handwerkerschaften und zahlreicher Unternehmen stellten nun Projekte vor, mit denen die Abwanderung verhindert werden soll.

Mit eigens entworfenen Plakaten sollen Studierende in Marburg unter anderem auf den Lahnbergen und im Hörsaalgebäude zukünftig verschiedenen Unternehmen aus dem Landkreis bekannt gemacht werden. Mittels eines eingebauten Computerchips in den Plakaten gelangen Interessierte mit ihrem Smartphone direkt auf die Karriereseite des jeweiligen Unternehmens.

Auf den Plan gerufen hat das 2015 entstandene Bündnis eine­ Studie des Marburger Geographieprofessors Dr. Thomas Brenner, die besagt, dass viele Studierende, die nach Marburg an die Philipps Universität kommen, die Region nach Beendigung ihres Studiums wieder verlassen. Grund hierfür sei auch, wie der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow erklärte, dass vielen Studierenden die lokalen Arbeitgeber nicht bekannt seien – und das, obwohl es sich häufig um Weltmarktführer handele.

Dieser „unbekannte“ Arbeitsmarkt sei eine Chance für Absolventen der Philipps-Universität, die oftmals studienbegleitend Praktika leisten müssen, stellte Universitätspräsidentin Professorin Dr. Katharina Krause­ fest. Diese Praktika und die ­Nähe zum bisherigen Lebensmittelpunkt könnten für die Absolventen Motivation sein, sich dauerhaft in der Region niederzulassen. Das – und die Tatsache, dass sich laut der Studie die Marburger Studierenden in Universität, Stadt und Region besonders wohlfühlen.

Der Chef der Marburger Arbeitsagentur, Volker Breustedt, betonte zudem die Wichtigkeit, die das Thema von Seiten der Unternehmen hat: „Der demographische Wandel macht ein Engagement dringend nötig.“ Man habe in der Region viele Arbeitsplätze zu besetzen.

Am 30. Januar wird zum dritten Mal ein vom „Career Center“ der Universität organisierter Karriereabend stattfinden, der den Studierenden die Möglichkeit bietet, sich mit lokalen Unternehmen auseinanderzusetzen und den direkten Kontakt zu Führungspersonen der potenziellen Arbeitgeber herzustellen.

von Melchior Bonacker

 
 
Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr