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Buchenauer Brache: Es rührt sich was

Dautphe Buchenauer Brache: Es rührt sich was

Unkommentiert blieb das vom Bürgermeister in der Parlamentssitzung verlesene Ergebnis einer Anfrage beim Besitzer der ehemaligen Eiserfelder Steinwerke, aber anscheinend bewegt sich doch etwas.

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Auf dem Gelände der Industriebrache Borg im Dautphetaler Ortsteil Buchenau kann man noch genau erkennen, was in den Eiserfelder Steinwerken produziert wurde.  Doch in anderen Teilen des Grundstücks lagern auch massenweise alte Reifen und die Gebäude, von den eines im November ein Raub der Flammen wurde, verfallen zusehends.

Quelle: Tobias Hirsch

Dautphe. Der Buchenauer „Schandfleck“ bewegt nicht nur die Bewohner des Dautphetaler Ortsteils, auch in der Gemeindevertretung war er wiederholt ein Thema. Gegen Ende der Sitzung verlas Bürgermeister Bernd Schmidt – unkommentiert, wie er betonte – am Montagabend eine schriftliche Antwort des Grundstücksbesitzers mit dem er auch telefoniert hatte.

Der Eigentümer äußerte, dass er das Grundstück der Gemeinde mehrmals zum Kauf angeboten habe und das aus seiner Sicht interessante Projekte wie das Krematorium von Seiten der Gemeinde abgelehnt wurden. Er habe noch immer Interesse das Gelände an die Gemeinde zu verkaufen, wobei er auch interessante Angebote und großzügige Zahlungsfristen einräumen könnte.

Alternativ dazu, bot der Eigentümer an, das Gelände durch Abbruch und Säuberung zu räumen, um dort möglicherweise einen Solarpark zu errichten. Ein Konzept werde derzeit vorbereitet. Die Gemeindevertreter nahmen diese Erklärung offensichtlich mit Skepsis zur Kenntnis. Allerdings scheint diesmal doch etwas hinter der Ankündigung zu stecken. Wie Bauamtsleiter Konrad Moog auf Anfrage der OP berichtet, gab es zu dieser Planungsabsicht eine Anfrage eines Ingenieurbüros hinsichtlich der Möglichkeit, dort einen Solarpark zu errichten.

Ausgelöst wurde diese erneute Kontaktaufnahme durch einen Antrag der SPD-Fraktion in der Parlamentssitzung Anfang November.   Die Sozialdemokraten wollten den Gemeindevorstand beauftragen, mit dem Eigentümer über Nutzungskonzepte zu sprechen und zu erfragen, ob dieser bereit wäre, die Industriebrache Borg zu einem Symbolpreis an die Gemeinde zu verkaufen.

Das Ergebnis des von den Mehrheitsfraktionen CDU und FW abgeänderten Antrags trug Bürgermeister Schmidt nun den Gemeindevertretern am Montagabend vor.
In der Zwischenzeit brannte wenige Tage nach der November-Debatte eines der baufälligen Gebäude der ehemaligen Eiserfelder Steinwerke nachts nieder.

von Gianfranco Fain

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