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Hinterland Brandstifter verbreitet Angst
Landkreis Hinterland Brandstifter verbreitet Angst
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22:40 28.06.2011
In der Nacht zu Samstag waren die Wehren aus Silberg, Friedensdorf und Hommertshausen im Einsatz, um ein Feuer zu löschen, das rund 200 Strohballen zu vernichten drohte. Quelle: Michael Hoffsteter

Silberg. „Für die Kriminalpolizei deutet alles auf Brandstiftung hin“, erklärt Sprecher Martin Ahlich.

Gemeint ist der Auslöser zum vorerst letzten Brand in Silberg, als in der Nacht zum Samstag ein Strohlager mit 200 Rundballen entflammte. Den rund 40 Feuerwehrleuten und helfenden Landwirten gelang es, knapp 50 Strohballen den Flammen zu entziehen. Somit blieb der Schaden gering, wie auch bei den beiden vorherigen Bränden, als versucht wurde, die Scheune einer Hofreite in Brand zu stecken.

Nach dem dritten Brand seit dem 28. Mai ist für die Bewohner des Dautphetaler Ortsteils indes klar, dass erneut ein Brandstifter am Werk ist. Schon einmal, Ende der 1990er Jahre, gab es eine Reihe von Brandstiftungen in Silberg. Damals endete die Serie, nachdem die rund 500 Einwohner einen Wachdienst organisiert hatten.

Seit dem Jahr 2000 registriert die Polizei 11 Brände in Silberg: mal brannten Lebensbäume, mal gelagertes Buchenholz, oder es gab ein Feuer in einer Scheuneneinfahrt. Von einer Brandstiftungsserie oder gar einem Täter spricht Ahlich jedoch nicht, zumal im Jahr 2004 drei Fälle geklärt wurden. „Es gibt keine wirkliche Gesetzmäßigkeit“, erklärt der Polizeisprecher.

Erschwerend kommt für die Ermittler hinzu, dass zum Beispiel beim letzten Feuer auch durch die Löscharbeiten alle Spuren vernichtet wurden. Deshalb seien die Ermittler auf jeden noch so kleinen Hinweis aus der Bevölkerung angewiesen.

von Gianfranco Fain

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Ein Video zu diesem Artikel sehen Sie hier demnächst.

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