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Brandserie statt Strohfeuer

Strohballenbrände Brandserie statt Strohfeuer

Bei Niederweimar 
verbrannten in der 
Neujahrsnacht 800 Strohquader im Wert von rund 24.000 Euro. Mittlerweile beträgt der Gesamtschaden für die Landwirte mindestens 40.000 Euro.

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Rund 800 Strohquader verbrannten nach Angaben der Polizei in der Neujahrsnacht an der B 255 beim Weimarer Ortsteil Wenkbach.

Quelle: Andreas Schmidt

Lohra. Im September begann in Lohra eine Serie, die sich auf das gesamte Kreisgebiet ausweitete und in der Neujahrsnacht seinen Höhepunkt fand. Dass sich die Brände zu einer Serie ausweiten würden, war am 9. September nicht abzusehen. Damals brannten mehrere Rundballen Heu am Ortsausgang von Mornshausen an der Landesstraße 3048. Eine kleine Polizeimeldung nach einem Feuerwehreinsatz. Damals hielten die Ermittler noch eine achtlos aus einem Auto geworfene Zigarettenkippe als Ursache des Brandes für möglich.

Das hat sich aber mittlerweile geändert, denn danach häuften sich die Einsätze für die Lohraer Feuerwehrleute: 5 Rundballen brannten in der Nacht zum 13. September bei der Kreuzmühle, am 20. September waren es 15 Ballen an der Speckbrücke sowie 7 Ballen am Esseberg und am 29. September verbrannten in Rolls­hausen nochmals 6 Strohballen.

Waren es im Gemeindegebiet Lohra und auch in Rauischholzhausen kleine Einheiten, die verbrannten, so gingen ab Oktober im Kreisgebiet größere Bestände in Flammen auf: 190 Strohrundballen bei Weidenhausen am 10. und 250 Heu- und Strohballen bei Cappel am 17. Oktober, dann nochmal eine Kleinmenge von 7 Strohballen an der K 51 bei Rollshausen am 4. November, 120 Stroh-Quaderballen am 14. Dezember bei Wittelsberg und nun der Großbrand bei Niederweimar.

Polizei: fahrlässige oder Brandstiftung mit Vorsatz

Wie Polizeisprecher Jürgen Schlick auf OP-Anfrage mitteilt, gehen die Ermittler in diesem Fall von Brandstiftung aus. Die bei Niederweimar aufgestapelten 800 Strohquader hatten einen Wert von rund 24.000 Euro. Insgesamt entstand nur bei den vier Großbränden im Kreisgebiet ein Schaden von etwa 40.000 Euro.

Nicht nur ein immenser wirtschaftlicher Schaden für die Landwirte, denen nun rund 1400 Ballen an Stroh und – noch wichtiger – an Heu für die Bewirtschaftung fehlen.

Die Polizei verwarf auch in den anderen Fällen schon früh die Möglichkeit einer Selbstentzündung, geht laut Sprecher Martin Ahlich von fahrlässiger oder vorsätzlicher Brandstiftung aus. Ein Zusammenhang zwischen den einzelnen Bränden schließen die Ermittler zwar nicht aus, haben allerdings noch ­
keine Beweise für diese These gefunden.

Ermittler rufen zu Wachsamkeit auf

Denn die Ermittlungen gestalten sich schwierig. Spuren, so welche vorhanden waren, können durch die Feuer vernichtet sein, Zeugen sind in der Nacht an abseits gelegenen Straßen nur selten unterwegs.

So bleibt den Ermittlern nur der Aufruf zur Wachsamkeit in zweierlei Hinsicht: Zum einen, keine brennenden Gegenstände wie zum Beispiel Zigarettenkippen, achtlos wegzuwerfen, zum anderen verdächtige Beobachtungen auch als solche zu registrieren und der Polizei zu melden.

von Gianfranco Fain

 
 
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Ballenlager geht in Flammen auf

Gegen 3.10 Uhr am Neujahrsmorgen hatten die Wehren der Gemeinde Weimar ihren ersten Einsatz des Jahres: Auf einem Feld in der Gemarkung Wenkbach stand ein Strohballenlager mit mehreren hundert Ballen in Flammen. Sie waren wohl vorsätzlich in Brand gesetzt worden.

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