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Brandruine in Lohra steht vor dem Abriss

Ärgernis Brandruine in Lohra steht vor dem Abriss

Im Nanzhäuser Weg und im Kirchweg kann bald wieder Ruhe einkehren. Die Aufräumarbeiten laufen, die einsturzgefährdeten Reste der abgebrannten Scheune werden demnächst entsorgt.

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Klaus-Peter Fischer war am Dienstag damit beschäftigt, die ausgebrannte Scheune im Lohraer Nanzhäuser Weg auszuräumen und die wertlosen Reste in einem Container zur Entsorgung bereitzustellen.

Quelle: Gianfranco Fain

Lohra. Der Unmut unter den Anliegern ist groß. Das bekommt Bürgermeister Georg Gaul bei seinen Spaziergängen mit Hund im Kirch- und Friedhofsweg täglich zu hören. Der Grund ist naheliegend, die Gespräche drehen sich um die Reste der abgebrannten Scheune im Nanzhäuser Weg und der damit verbundenen Unannehmlichkeiten für die Anlieger.

Seit dem Brand in der Nacht zum Mittwoch, 22. Februar, war wegen Einsturzgefahr der Ruine ein großer Teil des anliegenden Schulhofes gesperrt. Während diese Fläche nach einem OP-Bericht vom 30. April verkleinert wurde, besteht die Sperrung des Nanzhäuser Wegs ebenso noch, wie die dadurch bedingte Öffnung des Kirchweges für den Durchgangsverkehr.

Das ärgert die Anlieger. Denn dadurch sei im vorher gesperrten Kirchweg ein Durchgangsverkehr entstanden und somit habe auch die Lärmbelästigung zugenommen. Auch würden die Schulkinder in dem engen Weg nun durch beidseitigen Verkehr gefährdet. Zu alledem wird Gaul jetzt auch noch vorgeworfen, den Bürgern eine falsche Auskunft gegeben zu haben. Gaul habe auf Anfrage gesagt, dass der Landkreis für die Straßensperrung beziehungsweise die Öffnung des Kirchwegs zuständig sei. „Das stimmt nicht“, sagt Anlieger Heinrich Eidam. Da es sich um eine Ortsstraße handelt, sei die Gemeinde dafür zuständig. Darin gibt Georg Gaul dem Anlieger recht. Ursächlich sei aber die Einsturzgefahr der niedergebrannten Scheune und solange das Kreisbauamt diese nicht als beseitigt ansieht, könne der Nanzhäuser Weg nicht wieder für den Verkehr geöffnet werden. Dass dies bald geschehen könnte, hatte Gaul während der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend kundgetan. Der Eigentümer werde in den nächsten Wochen die Giebelseiten zurückbauen, dann sei keine Einsturzgefahr mehr gegeben. Doch die Lage hat sich seitdem verändert. Klaus-Peter Fischer erklärte am Dienstag der OP, dass die sich hinziehenden Versicherungsformalitäten nun beendet seien und er die Reste der Scheune abreißen lasse. „Der Auftrag ist schon vergeben“, sagte der Besitzer, wann das Unternehmen anrücke, stehe jedoch noch nicht fest. Zurzeit entrümpelt Fischer die abgebrannte Scheune. An einen Wiederaufbau sei nicht gedacht, erklärt Fischer, der sich freut, dass „die Unannehmlichkeiten für alle bald ein Ende haben“.

von Gianfranco Fain

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