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Bouffier: Müssen zukunftsfähig werden

Wirtschaftstag Bouffier: Müssen zukunftsfähig werden

„Lokales Handeln, globales Denken“ forderte Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier von den mehr als 100 Besuchern des 9. Wirtschaftstages des Arbeitskreises für Kommunal- und Wirtschaftsfragen (AFK).

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Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (links) sprach beim 9. Marburger Wirtschaftstag des Arbeitskreises für Kommunal- und Wirtschaftsfragen (AFK) Marburg vor mehr als 100 Zuhörern über den Wettbewerb der hessischen Regionen.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Die Vorlage zur Rede des Ministerpräsidenten lieferte Thomas Janssen, Geschäftsführer von Pharmaserv und Vorstandsmitglied des AFK Marburg: „Wir verkennen nicht, dass die finanziellen Spielräume der Landesregierung einen mehr als übersichtlichen Charakter aufweisen, wenn das ambitionierte Ziel einer Haushaltskonsolidierung konsequent verfolgt werden soll. Was wir allerdings erwarten, ist die Gewissheit, dass es bei der Entwicklungsplanung gerecht zugeht und dass auch wir für den Wettbewerb – nicht nur mit hessischen – Oberzentren und Metropolregionen gut aufgestellt sind und mit unseren spezifischen Merkmalen punkten können“, sagte Janssen in seiner Begrüßung. Es seien die Menschen und ihr Wissen, die die Attraktivität des Standortes Marburg ausmachten. „Wäre hier nicht seit über 100 Jahren die pharmazeutische Industrie schon zu Hause, würde nach heute gültigen Gesichtspunkten der geografischen Standortwahl kein Weltkonzern die Idee verfolgen, hier Industrie anzusiedeln“, erklärte er mit Blick auf die Behringwerke.

Zwei Themen seien für eine erfolgreiche Zukunft Marburgs von besonderer Bedeutung: die Infrastruktur und die Bildung. Während er beim Thema Infrastruktur auf die unbefriedigende Bundesstraßensituation nördlich von Marburg hinwies, betonte er in Sachen Bildung: „Aus Sicht der Wirtschaft wäre vor allem eine bessere Abstimmung der Lerninhalte auf einen späteren Berufseinstieg wünschenswert, damit die von Jahr zu Jahr schlechter werdende Qualifikation der Schulabgänger verbessert wird.“

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier knüpfte in seiner Rede zwar nicht an alle, aber doch an einen Großteil der von Janssen angesprochenen Themen an. Blieb er zur Enttäuschung vieler Zuhörer in manchen Fragen zu allgemein, stießen wiederum die klaren Worte zu einigen Dingen bei den Unternehmern und Gewerbetreibenden auf Zustimmung. Die angesprochenen Themen reichten von der Wirtschafts- und Finanzkrise über die politischen Pläne der Landesregierung, das Bildungssystem und den Demografischen Wandel bis hin zur Infrastruktur der Region und zur Marburger Solarsatzung.

„Zukunftsfähigkeit“ war das Schlagwort des Abends. Zukunftsfähig werden, müssten der Bund, die Länder, die Regionen, die Kommunen – und natürlich auch die Unternehmen. „Wir wollen und müssen die Region stärken und den Menschen eine Zukunft in ihrer Heimat bieten und wir konzentrieren uns dabei nicht nur auf einen Standort“, berichtete Bouffier. Hessen sei ein Flächenland und als solches müsse auch die Fläche zukunftsfähig gemacht werden.

Über den Vorschlag des Regierungspräsidenten Dr. Lars Wittek, das Regierungspräsidium Gießen in Regierungspräsidium Mittelhessen umzubenennen, wollte Bouffier nicht diskutieren – er schwieg einfach.

von Katharina Kaufmann

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