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Bosch kehrt zurück zu den Wurzeln

Neuer Markenauftritt Bosch kehrt zurück zu den Wurzeln

"Bei uns wird das Bier noch von Menschen gebraut, nicht von Maschinen", sagt Hans-Eberhard Bosch. Dieser Satz spiegelt sich nun auch im Logo der Brauerei Bosch aus Bad Laasphe wider - es ist ebenfalls handgemacht.

Bad Laasphe. Vor mehr als einem halben Jahrhundert ließ Friedrich Bosch von einem Grafiker einen Schriftzug entwickeln, den er auf Gläser gravieren und Etiketten drucken ließ. So warb er damals für das in seiner Brauerei hergestellte Bier.

Mit dem selben Schriftzug machen sich die heutigen Geschäftsführer der Brauerei Bosch GmbH & Co. KG in Bad Laasphe, Hans-Christian Bosch, Urenkel von Friedrich, und sein Vater Hans-Eberhard Bosch auf den Weg in Richtung Zukunft. "2012 ist ein richtungsweisendes Jahr für uns, ein Jahr in dem wir die Weichen für die kommenden zehn Jahre stellen wollen", erklärt Hans-Christian Bosch. Mit dem neuen Logo und Markenauftritt ist der erste Schritt dazu getan.

Die erdige Grundfarbe des neuen Logos soll laut Bosch die Verbundenheit mit der Stadt Bad Laasphe und der Region ausdrücken, zudem ist auch die Assoziation mit der Farbe mancher Malzsorten als Grundstoff für die Biere gewollt.

Der passende neue Slogan des Familienunternehmens in elfter Generation lautet: "Die Guten verdienen das Bessere!" Die Guten - das sind für Bosch die Menschen, denen Bierkultur etwas bedeutet. "Für die wenden wir altbewährte, hochwertige Brauverfahren an, für die lassen wir dem Bier, die Zeit, die es braucht, um auszureifen. Und Zeit ist Geld - also kostet ,das Bessere‘ auch mehr", erläutert der Geschäftsführer den Wahlspruch. Er ist, wie sein Vater auch, der Meinung, dass es in der heutigen Gesellschaft eine Werte-Veränderung gibt wieder hin zu den Dingen, die ehrlich und authentisch sind. "Wir wollten mit unserem neuen Markenauftritt ganz bewusst weg von Hochglanz, Gold und Sternchen, hin zu einer ehrlichen Marke, die sich ganz klar von den industriellen Brauereien unterscheidet", sagt Bosch. Schließlich stelle das Unternehmen handwerklich gebrautes, ehrliches Bier her - und kein "im Schnellverfahren produziertes gelbes Wasser".

Einen sechsstelligen Euro-Betrag lässt die Bad Laaspher Brauerei sich das kosten, denn neben den Etiketten und Gläsern, werden auch Lastwagen, Kühlwagen, Verkaufswagen, die Website, Thekenleuchten, Aufsteller, Gutscheine, das Briefpapier und sogar die Kugelschreiber mit dem neuen Logo versehen. "Das erfolgt jetzt alles nach und nach", so Hans-Christian Bosch, der aufgrund guter Geschäfte im März bereits in der vergangenen Woche begonnen hat, Flaschen mit dem neuen Etikett auszuliefern. "Eigentlich wollten wir nämlich erst in dieser Woche damit anfangen", sagt er.

Jeder einzelnen der elf verschiedenen Bosch-Bier-Sorten wurde zudem eine Farbe zugeordnet, in der auch die Kronkorken gestaltet sind. "So können die Kunden auf einen Blick erkennen, was im Kasten ist", erklärt das der Senior-Chef nicht ohne Stolz. Hand in Hand mit der neuen Gestaltung laufe auch eine Werbekampagne an.

Rund vier Millionen Liter Bier pro Jahr werden derzeit in den Räumen in Bad Laasphe von den 25 Mitarbeitern der Brauerei gebraut. Und das soll, wenn es nach Hans-Christian und Hans-Eberhard Bosch geht, auch in Zukunft so bleiben. "Ich bin davon überzeugt, dass die Kampagne, die jetzigen Bosch-Trinker halten wird und eine neue Zielgruppe erschließt: Die derjenigen Bier-Trinker, die nach Wertigkeit suchen und nicht nach Dumpingangeboten", erklärt Hans-Eberhard Bosch.

von Katharina Kaufmann

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