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Bohl will an „Stellschrauben“ drehen

Universitätsklinikum Bohl will an „Stellschrauben“ drehen

Friedrich Bohl möchte gern, dass der Privatisierung eine „zweite Chance“ gegeben wird.

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Friedrich Bohl.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Der frühere Kanzleramtsminister, von der Landesregierung gemeinsam mit dem FDP-Politiker Dr. Wolfgang Gerhardt als Mediator im Konflikt um das Uniklinikum eingesetzt, spricht von „guten Gesprächen“ mit allen Beteiligten und versprüht Optimismus, den gordischen Knoten zu zerschlagen: „Ich habe den Eindruck, dass alle an einer tragfähigen Lösung interessiert sind“, sagte Bohl am Freitag im Gespräch mit der OP.

Sein Mediatorenauftrag sei es zu prüfen, wie „auf der Grundlage der bestehenden rechtlichen Lage“ eine nachhaltige Besserung erreicht werden kann.

Anders formuliert: Die Diskussion um eine Änderung des Betreibermodells, wie sie etwa vom Marburger Stadtparlament gefordert wird, spielt in den Mediationsgesprächen keine Rolle.

Bohl spricht von mehreren „Stellschrauben“, an denen gedreht werden könnte, um eine nachhaltige Besserung zu erreichen:

Es müsse geprüft werden, ob und gegebenfalls wie der Einfluss des Landes auf die Entscheidungen am UKGM gesteigert werden kann

Für die Trennungsrechnung zwischen den Kosten für Forschung und Lehre einerseits und Krankenversorgung andererseits muss eine möglichst zügige und transparente Lösung her.

Es müsse geklärt werden, welche Bedeutung das UKGM für den Rhön-Konzern hat: Ist es ein Flaggschiff oder ein Klinikum von vielen? Oder anders ausgedrückt: Welche Lasten aus den Investitionen für das UKGM ist die Konzernmutter bereit zu tragen?

Schließlich müssen geeignete Mittel gefunden werden, um den betrieblichen Frieden und das Vertrauen der Patienten in das Universitätsklinikum wieder herzustellen.

von Till Conrad

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