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Blick zurück auf die „gute alte Zeit“

Wallau Blick zurück auf die „gute alte Zeit“

Zum 10. Wallauer Ackerfest kamen am Sonntag mehr als 1.200 Gäste auf einen Acker an den Ortsrand des Biedenkopfer Stadtteils Wallau. Das Motto das Tages lautete „Jagd“.

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Die Kaltblüter von Jochen Meier zogen einen Pflug über einen abgeernteten Acker. Falknerin Tatjana Schmücker zeigte das Jagdverhalten von Wanderfalke „Serafin“.

Quelle: Salomé Weber

Wallau. „Wer glaubt, dass Eulen nachtaktiv sind?“, fragte Falknerin Tatjana Schmücker aus Bad Wünnenberg während einer von drei Flugschauen beim Ackerfest in Wallau.

Einige Zuschauer meldeten sich, aber die meisten schauten fragend in die Runde und hofften auf eine schnelle Antwort der Greifvogelexpertin. Und die folgte auch prompt: „Eulen sind dämmerungs- und tagaktiv.

Sie können am Tag, aber auch in der Nacht jagen, denn sie sehen besser als die Menschen“, erklärte die Expertin und fügte hinzu: „Dass Eulen nicht ausschließlich nachtaktiv sind, lässt sich daran erkennen, dass sie ihre Küken alle zwei bis drei Stunden füttern. Das bedeutet, dass die Elterntiere gezwungen sind, auch tagsüber zu jagen.“

Außerdem seien in den skandinavischen Ländern, in denen es im Sommer an manchen Tagen nie dunkel wird, auch noch nie Eulen vor Hunger vom Baum gefallen, witzelte Schmücker.

Die Falknerin war mit zwölf Tieren angereist, darunter Falken, Bussarde, Eulen und einen Steinadler. Zum Thema „Jagd“ passte auch der Auftritt der Jagdhornbläser. „Viele Jäger interessieren sich für das Jagdhornblasen, trauen sich aber nie, es auszuprobieren“, sagte Dieter Sinner, Sprecher der Musiker.

Er selbst sei bei einer Jubiläumsfeier von einem Freund überredet worden, das Instrument zu spielen und habe seitdem eine Leidenschaft entwickelt, die ihn nicht mehr loslasse, berichtete er.

Jochen Meier aus Breidenstein spannte seine Kaltblüter vor einen etwa 61 Jahre alten Pflug und zeigte, wie man damals ohne die Kraft von Motoren einen Acker pflügte. Seine zwei Pferde sind „Percherons“. Diese Pferderasse stammt aus der „Perche“, einer Landschaft im Norden Frankreichs.

In den Tieren fließt außer spanischem auch das Blut von Araberpferden. Optisch sind die Kaltblüter besonders schön, da es sich um Rappen handelt. Gezüchtet werden sie selten. Für Meier sind seine beiden Zugtiere einzigartig, „weil sie so ein ruhiges und gelassenes Gemüt haben, das im Gegensatz zu meinem Temperament steht“, sagt er.

von Salomé Weber

Mehr lesen Sie am Mittwoch in der Hinterlandausgabe der OP.

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