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Bildungsregion mit Vorbildcharakter

Verein MitteHessen Bildungsregion mit Vorbildcharakter

Der Verein „MitteHessen - Regionalmanagemet für Mittelhessen“ hatte am Donnerstag zum parlamentarischen Abend ins Kongresszentrum der Deutschen Vermögensberatung eingeladen.

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Die neuen Botschafter und ihre Laudatoren (von links): Selina Shirin Müller, Laudator Johannes Quiring, Laudator Alexander Leiffheidt, Regierungspräsident Dr. Lars Witteck, Gisela May, Martin Volk (TV Hüttenberg), Laudator Albert Mehl, Lothar Weber (TV Hü

Neben der Rede des Hessischen Wirtschaftsministers Florian Rentsch stand die Kür neuer Botschafter der Region im Mittelpunkt - und rund 300 Gäste aus Politik, Wirtschaft und Bildung waren der Einladung gefolgt.

„Früher ging der Limes durch Mittelhessen - heute ist es die Grenze zwischen Aldi Süd und Aldi Nord“, sagte Chris Berdrow von Hitradio FFH, der als Moderator durchs Programm führte. Aber man wolle nicht über Grenzen und die Vergangenheit sprechen. Vielmehr sollten das Hier und Jetzt sowie die Zukunft im Mittelpunkt stehen.

Regierungspräsident Dr. Lars Witteck, gleichzeitig Vorsitzender des Vereins für Regionalmanagement, betonte: „Der große Zuspruch zeigt, dass der Gedanke des Regionalmanagements, nämlich unsere Region zu vernetzen und miteinander ins Gespräch zu kommen, lebt.“ Mittelhessen habe herausragende Voraussetzungen für eine weitere Entwicklung und sei etwa mit seinen 60000 Studierenden „die Bildungsregion, die andere gerne wären.“ Allerdings müsse man daran arbeiten, dass diese gut ausgebildeten Menschen der Region erhalten blieben. „Dafür benötigen wir ein funktionierendes und auf die Zukunft ausgerichtetes Regionalmanagement“, so Witteck.

Wirtschaftsminister Florian Rentsch bezeichnete Mittelhessen als „eine tolle Region - nicht nur wegen der Hochschullandschaft oder eines sehr starken wirtschaftlichen Rückgrats, sondern auch wegen seines kulturellen Angebots.“ Zudem komme die Hälfte der Landesregierung von hier, „und insofern spielt Mittelhessen auch in der Landespolitik eine wichtige Rolle.“

Er verwies auf die Wichtigkeit der Investitionen in die Hochschulen, denn „da wo wir starke Hochschulen haben ist es so, dass die Wirtschaft erheblich davon profitiert.“ Ein Netzwerk zwischen Bildung in Wirtschaft sei viel besser als „alles, was wir versuchen, künstlich zu befruchten.“ Dies gelte vor allem im Hinblick auf den Fachkräftemangel. „Gute Wirtschaftspolitik ist immer auch gute Bildungspolitik“, so der Minister.

Der Region bescheinige Rentsch gute Daten in Bezug auf Arbeitslosigkeit und Wirtschaftswachstum. Dennoch müsse auch in Zukunft viel getan werden, um sie für den Wettbewerb zu stärken. Daher sei das Regionalmanagement auf einem richtigen Weg. Auch die Verkehrs-Infrastruktur spiele eine große Rolle, um die Region anzubinden. Zentrale Punkte seien daher die A49 und die B252. „Hessische Straßen werden am häufigsten genutzt, weil wir das Transitland Nummer eins sind.“ Daher sei die Verteilung der Gelder für Straßenprojekte nicht gerecht. „Daher werden wir uns dafür einsetzen, dass ein fairer Ausgleich der Mittel nach Nutzung der Straßen erfolgt“, versprach er.

Als problematisch sieht Rentsch die Energiewende, um die er sich „ernsthaft Sorgen“ mache. Unternehmen seien bei Investitionen zurückhaltend, einige wanderten gar ab. „Ich halte es für falsch, ein System, das nicht funktioniert, durch Ausnahmen am Leben zu erhalten Es ist aber nicht in Ordnung, dass die Verbraucher am Schluss die Zeche zahlen.“ Daher müsse man darüber nachdenken, ein anderes System zu etablieren - als Weg hin „zu einer rationalen Energiewende.“ Man müsse es schaffen, durch „marktwirtschaftliche Elemente eine Energiewende herbeiführen, die auch regenerative Energien als starken Bestandteil vorantreibt.“

Im Anschluss wurden die neuen Botschafter für Mittelhessen gekürt. Künftig wird die 1924 in Wetzlar geborene Schauspielerin und Diseuse Gisela May die Region ebenso vertreten, wie die 19-jährige Pop-Sängerin und Schauspielerin Selina Shirin Müller aus Ehringshausen. Zudem wird der TV Hüttenberg als „sportliche Insitution“ die Region ebenso repräsentieren, wie der Alsfelder Professor Dr. Peter Gruss, der seit 2002 Präsident der Max-Planck-Gesellschaft ist.

von Andreas Schmidt

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