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Hinterland Bilder dokumentieren die Entwicklung im Ort
Landkreis Hinterland Bilder dokumentieren die Entwicklung im Ort
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17:42 05.08.2012
Norbert Damm erläuterte die Eckdaten zu der geschichtlichen Dokumentation „Friedensdorf von 1900 bis 2012“ vor 260 Bürgern. Fotos: Klaus Peter
Friedensdorf

Im großen Saal der Freien evangelischen Gemeinde in Friedensdorf fand am Freitagabend die Vorstellung der beiden DVDs „112 Jahre Geschichte Friedensdorf“ statt. Pastor Roland Will begrüßte dazu etwa 260 Bürger.

Anschließend erläuterte Norbert Damm, Mitglied des Arbeitskreises Bilddokumentation der Gesellschaft zur Förderung der Gemeinschaft in Friedensdorf, die Eckdaten der beiden DVDs, wobei die erste eine Länge von 55 Minuten und die zweite eine von 40 Minuten hat.

Etwa 150 Stunden Arbeit haben die Mitglieder des Arbeitskreises aufgewandt, um mehr als 800 Bilder zu sichten, von denen etwa 240 Bilder in die beiden DVDs aufgenommen worden sind. Die DVDs bieten den älteren Mitbürgern die Möglichkeit, sich leichter zu erinnern, und die jüngeren Friedensdorfer lernen die Geschichte ihres Heimatortes besser kennen, erläuterte Damm. Die Datenträger sind für zehn Euro erhältlich, wobei sich kaufinteressierte Bürger am Abend noch in Listen eintragen konnten. Des Weiteren liegen Listen bei dem Dorffest aus, das vom 10. bis 12. August stattfindet, sowie bei Ortsvorsteher Rolli Messerschmidt.

Wie Arbeitskreismitglied Alfred Hausburg der OP berichtete, sei für Friedensdorf, das 1900 etwa 500 Einwohner zählte, der Bahnanschluss ein sehr wichtiger Schritt im Hinblick auf die Entwicklung des Ortes gewesen. Der Bahnanschluss habe wesentlich zu der Industrialisierung des Ortes beigetragen, der zurzeit etwa 1500 Bürger zähle. Bei allen Veränderungen habe Friedensdorf aber sein Gesicht behalten, sagte Hausburg.

Während der Vorstellung historischer Bilder wurden unter den Zuschauern viele Erinnerungen wach. Wenn ältere Bürger etwas wieder erkannten, untermalten sie die Veranstaltung mit kurzen Diskussionsbeiträgen.

Die Bilder zeigten einzelne Häuser und Straßen und es wurden Bilder von damals und heute gegenübergestellt. So wurde unter anderem der 100-jährige Bahnhof im Jahre 1912 und im renovierten Zustand 2012 gezeigt.

Vorgeführt wurden auch Bilder der „Neumühle“ und der „Schmelzmühle“, die beide heute noch existieren, wobei die alten Bilder vor etwa 100 Jahren und früher erstellt worden waren. Dorfnamen flossen bei der Dokumentation der alten Häuser mit ein, wo bei den älteren Bildern die Fachwerkhäuser dominierten.

Vorgestellt wurde die Landwirtschaft und das Ernteverhalten anno dazumal und heute. Zu sehen waren Kuh- und Pferdegespanne, von Traktoren gezogene Selbstbinder sowie eine Dreschmaschine im Einsatz, die von einer Dampfmaschine angetrieben wurde. Dieses Bild stammte aus der Zeit um 1920. Es wurden auch die damals noch üblichen Hausschlachtungen dokumentiert.

Die Bilddokumente zeigten den Bau der „Kornbergstraße“ aus dem Jahre 1927, den Steinbruch am „Kornberg“ und den Lahn-Brückenbau vor dem Zweiten Weltkrieg. In der Dokumentation wurden auch geschichtliche Abrisse der Ortsvereine vorgestellt.

Bewundert werden konnten Hochzeitszüge vor dem Zweiten Weltkrieg sowie Hochzeiten in den 50er Jahren, aber auch Bilder der Schulzeit aus den Jahren 1908 bis 1952.

von Klaus Peter

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