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Biedenkopfer wollen nun endlich feste feiern

Grenzgang Biedenkopfer wollen nun endlich feste feiern

Der Grenzgang kann kommen - da sind sich alle Amts- und Würdenträger in Biedenkopf einig. Gestern war Musikreiten und Fahnenweihe.

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Generalprobe gelungen: Mit dem Spielmannszug bewiesen die Biedenkopfer Grenzgangspferde beim traditionellen „Musikreiten“ ihre Nervenstärke.

Quelle: Sophie Cyriax

Biedenkopf. . Am letzten Sonntag vor Beginn des Grenzgangsfestes absolvierten die Burschen- und Männerreiter beim traditionellen Musikreiten ihre Generalprobe.

Anschließend wurde auf dem Biedenkopfer Festplatz die neue Stadtfahne in den Kreis der Gesellschaftsfahnen aufgenommen und das 125-jährige Bestehen des Grenzgangsvereins gewürdigt.

Es habe sich angeboten, die Feierlichkeiten zum Jubiläum des Grenzgangsvereins sowie die „Fahnenweihe“ in das „Musikreiten“ zu integrieren, erklärte der Komitee-Vorsitzende Arnd Prätorius. Weil die Amts- und Würdenträger des Grenzgangs das „Musikreiten“ zum offiziellen Fototermin nutzen, seien alle Beteiligten in Uniform und mit den Fahnen auf dem Festplatz. Bei bestem Sommerwetter waren mehrere hundert Zuschauer auf die „Bleiche“ gekommen, um am frühen Sonntagvormittag die Reiter und ihre Pferde bei ihrer Generalprobe mit dem Biedenkopfer Spielmannszug zu beobachten. „Es läuft hervorragend“, sagte Jörg Michel, Bürgeroberst von 2005 und mittlerweile im Komitee zuständig für alle Fragen rund um die Grenzgangs-Reiterei. Die Pferde und ihre Reiter seien nervenstark und gut vorbereitet auf die Besonderheiten des Heimatfestes. Weder von der lauten Musik der Kapellen, noch von den wehenden Fahnen, den bunten Uniformen, den Menschenmassen oder dem Peitschenknallen der Wettläufer ließen sich die Vierbeiner nennenswert aus der Ruhe bringen. „Unser Training der vergangenen Monate hat sich ausgezahlt, nun kann es losgehen“, sagte Jörg Michel.

Im Anschluss an das Musikreiten würdigten Besucher und Festredner das 125-jährige Bestehen des Biedenkopfer Grenzgangsvereins. Festredner Karl Heinz Schneider, Ehrenmitglied im Komitee, gab einen Überblick über die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, die zur Gründung des Grenzgangsvereins geführt hatten.

Dank an die Aktiven für „einzigartigen Einsatz“

Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig dankte allen Aktiven des Vereins für ihren „einzigartigen Einsatz“, der das „einzigartige und ganz besondere“ Grenzgangsfest ermögliche. In einer feierlichen Zeremonie wurde anschließend die neue Vereinsfahne des Grenzgangsvereins, die Stadtfahne, in den Kreis der anderen Gesellschaftsfahnen aufgenommen. Es sei keine Weihe im kirchlichen Sinne, erklärte Karl Heinz Schneider, „aber es ist durchaus angebracht, von einer Fahnenweihe zu sprechen.“ Die neue Stadtfahne wurde bereits 2008 der Öffentlichkeit vorgestellt. Sie löst die alte Stadtfahne aus dem Jahr 1886 ab, die 15 Grenzgangsfeste überdauert hat und nun aus Altersgründen nicht mehr über die Grenze getragen werden soll.

von Sophie Cyriax

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