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Biedenkopf verzichtet auf 300000-Euro-Zuschuss

Stadtverordnetenversammlung Biedenkopf verzichtet auf 300000-Euro-Zuschuss

Die Stadt Biedenkopf verzichtet auf Zuschüsse des Bundes, um zurEinrichtung von weiteren Kita-Plätzen für Kinder unter drei Jahren noch Zeit für Verhandlungen zu haben.

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Die Stadtverordneten sprechen sich zwar nicht gegen einen Waldkindergarten aus, wollen aber, dass weitere Optionen für die Schaffung von U-3-Plätzen geprüft werden

Quelle: Archivfoto

Biedenkopf. Unstrittig war die Tatsache, dass die Stadt Biedenkopf auf Zuschüsse verzichten würde, unter den Stadtverordneten nicht. Denn die Diskussion um die Schaffung von weiteren Kindergartenplätzen für Kinder unter drei Jahren liegt bereits zwei Jahre zurück. „Es ist viel Zeit verloren gegangen. Wir brauchen die Kindergartenplätze aber jetzt“, betonte CDU-Fraktionschef Siegried Engelbach. Seiner Fraktion war die Vorlage des Magistrates ausreichend, die vorsah, dass bei der Kindertagesstätte „Löwenzahn“ anstellte von 20 U-3-Plätzen 10 als Umbau in Verbindung mit der Einrichtung einer Waldgruppe geschaffen werden sollen - unter der Voraussetzung, dass die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde zustimmt.

Nach einer hitzigen Debatte wurde die Beschlussvorlage aber abgeändert: Die Stadtverordneten nahmen zur Kenntnis, dass weder ein zweigruppiger Anbau an der Kindertagesstätte „Löwenzahn“ am Galgenberg, noch ein Teilumbau im Erdgeschoss des ehemaligen DRK-Altenheims „Mühlweg 12“ als Mietobjekt realisiert wird.

Diese Entscheidung führt dazu, dass der Hinterlandkommune Zuschüsse des Bundes in Höhe von 300000 Euro verloren gehen. Der Magistrat soll zunächst mit der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und anderen in Frage kommenden Trägern Verhandlungen führen, mit dem Ziel, weiterer U-3-Plätze zu schaffen.

Wie der Bürgermeister Joachim Thiemig mitteilte, muss die Stadt noch weitere 14 U-3-Plätze schaffen. Die Kosten für einen Umbau des Kitas am Galgenberg haben sich drastisch erhöht - unter anderem auch wegen brandschutzrechtlicher Bestimmungen -, auch die Alternative eines Teilumbaus des ehemaligen DRK Altenheims „Mühlweg 14“ sei aus Kostengründen nicht ratsam. „Als eine weitere Variante“ und als „pädagogisch neues Konzept“ bezeichnete er den vorgelegten Beschlussvorschlag und betonte: „Das ist keine Notlösung“.

Aber schon die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses konnten dem Vorschlag nicht ganz folgen. Einem SPD-Änderungsantrag, der vorsah, weder am Galgenberg noch am Mühlweg 14 einen Umbau zu realisieren, wurde zwar zugestimmt, im Parlament stellte der BB aber den Antrag, dass die Stadtverordneten dies lediglich zur Kenntnis nehmen. Auch sollte der Kreis der möglichen Verhandlungspartner erweitert werden. Mehrheitlich fand diese Änderung dann Zustimmung.

Für das FDP-Mitglied Volkhard Ferchland stand ohnehin außer Frage, dass sich die Stadtverordneten bei dem „mit heißer Nadel gestrickten Antrag nicht die Finger verbrennen sollten“.

von Silke Pfeifer-Sternke

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