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Hinterland Biedenkopf unterstützt Eltern-Angebot
Landkreis Hinterland Biedenkopf unterstützt Eltern-Angebot
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19:59 21.03.2012
Sie warben für das Informations- und Beratungsangebot von „Null bis Sechs“ (von links): Elke Peter, Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig und Lisa Konur. Quelle: Sophie Cyriax
Biedenkopf

Als Teil des Programms „Frühe Förderung für Kinder“ hatte der Landkreis Marburg-Biedenkopf das Projekt „Null bis Sechs“ zum Kindergartenjahr 2009/2010 ins Leben gerufen. Träger des Beratungsangebots ist das „Kinderzentrum Weißer Stein“. Sechs Mitarbeiter von „Null bis Sechs“ sind im Landkreis darum bemüht, die Startchancen von Kindern zu verbessern.

„Hier wird eine sehr gute und sinnvolle Arbeit geleistet“, sagte Biedenkopfs Bürgermeister Joachim Thiemig, der die Projektleiterin Lisa Konur sowie die für das Hinterland zuständige Beraterin Elke Peter in das Biedenkopfer Rathaus eingeladen hatte. Er sei „sehr froh, dass es dieses Angebot gibt“, da es wesentlich zur Familienfreundlichkeit der Stadt Biedenkopf beitrage.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von „Null bis Sechs“ verstehen sich als erste Anlaufstelle bei Fragen rund um die Kindererziehung: beispielsweise beim Dauerthema „Ein- und Durchschlafen“, bei der Sauberkeit von Kindern, ihrer Sprachentwicklung oder beim Thema „Trotz“.

Auch „Grenzen setzen“, Konsequenz in der Erziehung, seien Themen, die viele Eltern beschäftigen, berichtete Konur.

„Die Unsicherheit in Erziehungsfragen steigt, es scheint, als sei das Bauchgefühl dafür abhanden gekommen“, berichtet Konur, die im Projekt „Null bis Sechs“ für die Kommunen Bad Endbach und Gladenbach zuständig ist. Peter betreut den Raum Angelburg, Biedenkopf, Breidenbach, Dautphetal und Steffenberg. Ihre Hilfe kann auf unterschiedlichen Wegen in Anspruch genommen werden: Eltern, Tagesmütter oder Kita-Mitarbeiter können bei den Beraterinnen anrufen und einen Termin vereinbaren – im Büro der Beraterin oder für einen Hausbesuch.

„Wir beraten auf Wunsch auch telefonisch und anonym“, betonte Peter. Zu festen Zeiten gibt es außerdem „offene Sprechstunden“ in den Kindertagesstätten des jeweiligen Betreuungsgebiets. Über diese Sprechstunden informieren Aushänge in den Kindertagesstätten (Kitas). Auch bei Kinderärzten, Hebammen und Therapeuten weisen die „Null bis Sechs“-Beraterinnen auf ihre Angebote hin.

Regelmäßig sind sie bei Vortragsabenden in Krippen, Krabbelgruppen und Kitas unterwegs. Im Hinterland gibt es darüber hinaus zwei feste Gruppenangebote: die „Räubernasen“, Kleinkinder im Alter von ein bis zwei Jahren, die sich einmal pro Woche in der Kita „Pusteblume“ in Runzhausen treffen. Für etwas größere Kinder bis zum Alter von drei Jahren gedacht ist die Spielgruppe „Kleine Racker“, die sich einmal pro Woche in der Kita „Wichtelland“ in Hommertshausen trifft.

„Über diese Gruppen erreichen wir vor allem die Eltern, deren Kinder noch nicht in die Kita gehen“, sagte Peter. Bürgermeister Thiemig sicherte den „Null bis Sechs“-Beraterinnen zu, ihr Angebot nach Kräften zu unterstützen – beispielsweise bei der Suche nach geeigneten Räumen für ein weiteres Gruppenangebot.

Außerdem will Thiemig, der seit kurzem Biedenkopfer Neugeborene und deren Eltern aufsucht, das Informationsmaterial von „Null bis Sechs“ bei seinen Besuchen zu seinem Geschenkpaket hinzufügen.

von Sophie Cyriax