Volltextsuche über das Angebot:

24 ° / 14 ° wolkig

Navigation:
Bewährung fürs Telefonieren, ohne zu bezahlen

Verurteilung Bewährung fürs Telefonieren, ohne zu bezahlen

Am Dienstag wurde der Fall eines Hinterländers, der wegen fünffachen Betrugs angeklagt war, vor dem Biedenkopfer Amtsgericht verhandelt.

Biedenkopf. Der 38-Jährige soll im Oktober 2008 einen Telefonanschluss bei einem Telekommunikationsunternehmen angemeldet haben, obwohl er nicht zahlungsfähig war.

Im September 2009 schloss der Biedenkopfer erneut einen Vertrag mit dem Telekommunikationsunternehmen ab. Dabei gab er den Namen seines minderjährigen Sohnes und ein falsches Geburtsdatum an. Darüber hinaus soll er unter der Verwendung des Namens seines Großvaters ein Kundenkonto bei einer Beratungsfirma angelegt haben. Die Dienstleistungen der Firma nutzte er siebenmal, ohne dafür zu bezahlen.

Außerdem ging er ein weiteres Vertragsverhältnis mit dem Telekommunikationsunternehmen ein und erhielt einen Zugang für mobiles Internet. Ferner meldete der Beschuldigte im September 2009 einen weiteren Internet-Zugang unter der Angabe von falschen Personalien an.

In allen Fällen warf die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor, er habe gewusst, die entstehenden Kosten nicht bezahlen zu können. In diesem Bewusstsein habe er unter der Vorspiegelung von falschen Tatsachen den Unternehmen einen Vermögensschaden zugefügt, der sich insgesamt auf 5.968,34 Euro beläuft.

Der Richter verurteilte den Hinterländer zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, die auf zwei Jahre zur Bewährung ausgesetzt ist. Mit der Auflage, keine Verträge mit Kommunikations-Dienstleistern abzuschließen und niemanden dazu zu bewegen, einen Vertrag für ihn abzuschließen, die entstandenen Kosten bei den Unternehmen zu tilgen, jeden Wohnortswechsel anzugeben und einen Schuldnerberater aufzusuchen.

von Salomé Weber

Mehr lesen Sie am Donnerstag in der Printausgabe der OP.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hinterland