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Betriebsrat fährt ohne neuen Sachstand heim

Universitätsklinikum Betriebsrat fährt ohne neuen Sachstand heim

„Viel schlauer sind wir jetzt auch nicht. Die Gemengelage für die Beschäftigten ist weiter dramatisch“, erklärt Bettina Böttcher. Der Betriebsrat des Uniklinikums Gießen-Marburg traf Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann.

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Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Es sollte ein Gespräch zum aktuellen Sachstand werden, um weiter im Gespräch zu bleiben und den Standpunkt der Landesregierung abzuklopfen. „Wir haben uns ausgetauscht, aber nichts Neues erfahren“, erklärt Bettina Böttcher, Betriebsratsvorsitzende der Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) GmbH gestern. Während Wissenschaftsministerin Eva Kühne-Hörmann (CDU) betont habe, dass die hessische Landesregierung weiter mit der Rhön-Klinikum AG verhandele und auf die Ergebnisse der von Landesseite eingeschalteten Unternehmensberatung warte, machte der Betriebsrat noch einmal seinen Standpunkt deutlich: „Wir haben noch einmal verdeutlicht, dass es uns um die Arbeitsplätze der Beschäftigten geht und dass wir jeglichen Stellenabbau verhindern wollen“, berichtet Böttcher gegenüber der OP. Letzten Endes habe man mit Kühne-Hörmann einen neuen Termin für Oktober vereinbart, bis zu welchem dann auch die Ergebnisse der Unternehmensberatungen KPMG und McKinsey vorliegen sollen. „Die Beschäftigten müssen wissen, was Sache ist, und das ist aktuell nicht der Fall“, kritisiert Böttcher den derzeit „heillosen Zustand“. Die Politik stehe in der Verantwortung. Die Landesregierung könne sich nicht einfach hinstellen und von sicheren Arbeitsplätzen reden, wenn der Stellenabbau immer noch schleichend weitergehe und längst nicht vom Tisch sei.

Deshalb plant sie zu einer Betriebsversammlung im Oktober auch den hessischen Ministerpräsidenten Volker Bouffier (CDU) nach Marburg einzuladen. „Dann kann er sich vor den Beschäftigten zur Situation äußern“, betont die Betriebsratsvorsitzende. Seit Januar hätten durch Fluktuation rund 100 Mitarbeiter das UKGM verlassen, gut 200 Beschäftigte haben sich derzeit für die Rückkehr zum Land gemeldet - bislang ohne Rückmeldung, wo sie künftig eingesetzt werden. „Wie viele neu eingestellt wurden, weiß ich nicht“, so Böttcher. Die Lage für die Beschäftigten sei weiter dramatisch.

von Katharina Kaufmann

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