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Wohin mit der Holzhäuser Feuerwehr?

Umzugspläne Wohin mit der Holzhäuser Feuerwehr?

Die Pläne der Gemeinde, im Bürgerhaus Holzhausen eine zweite Krippengruppe anzusiedeln, beschäftigten den Ortsbeirat.

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Das Logo ist schon angebracht: Diesen Abstellraum über der Fahrzeughalle favorisieren Feuerwehr, Ortsbeirat und Gesangverein als zukünftigen Standort für einen Schulungsraum.

Quelle: Christian Röder

Holzhausen. Auslöser der heiß geführten Diskussion ist das Vorhaben der evangelischen Kirchengemeinde Herzhausen, die Betreuung für Kleinkinder unter drei Jahren in der Kindertagesstätte Holzhausen zu verbessern. Dafür soll eine zweite Krippengruppe im Holzhäuser Bürgerhaus entstehen.

Bereits Ende 2016 machte sich die Kirchengemeinde erstmals dafür stark, am 14. August wies sie in einem Schreiben nochmals auf die Dringlichkeit hin, da „umfangreiche Vorarbeiten und intensive Zusammenarbeit mit verschiedenen Behörden“ anstehe, heißt es in der Begründung der Beschlussvorlage, die die Gemeindevertretung am 6. November diskutiert. Um einen „reibungslosen Start“ zum 1. August des kommenden Jahres zu gewährleisten, sei es wichtig, noch im Herbst eine Grundsatzentscheidung zu fällen.

Zwei von drei Varianten sind unbeliebt

Die Kosten für die Umbauarbeiten beziffert der Gemeindevorstand mit rund 40000 Euro, die im Haushaltsplan 2018 berücksichtigt werden sollen. Auch dies erfordere eine rasche Entscheidung, damit die Nutzungsänderung beim Landkreis beantragt und die Bauarbeiten im ersten Halbjahr 2018 stattfinden können.

Problematisch ist, dass für die weitere Krippengruppe der Schulungsraum der Feuerwehr Holzhausen in das Obergeschoss des Bürgerhauses verlagert werden muss. Wohin, dazu gibt es in der Beschlussvorlage drei Varianten:

  • Auf dem überdachten, ehemaligen Parkdeck über dem Feuerwehrgerätehaus. Dieser Gebäudekomplex dient als Abstellraum. Für dieses Projekt fallen voraussichtlich Materialkosten in Höhe von 42000 Euro an - wenn die Feuerwehrleute die Ausbauarbeiten übernehmen.
  • Möglich ist auch eine Mitbenutzung der Räume der ehemaligen Bücherei im Obergeschoss. Darin übt derzeit jeden Montag der Gesangverein.
  • Dritte Möglichkeit ist die Mitbenutzung des kleinen Saals im Obergeschoss für Schulungsveranstaltungen der Feuerwehr.

Von diesen drei möglichen Varianten favorisiert der Ortsbeirat Holzhausen eine. In einer Vorbesprechung mit Vertretern der Feuerwehr, des Gesangvereins sowie dem Ortsvorsteher sprach man sich gegen die beiden letztgenannten Varianten aus. Das betonte Ortsvorsteher Hans Joachim Kramer in der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats. Der Ortsbeirat wünscht die Herausnahme der beiden letzten Optionen aus der Beschlussvorlage.

Abstellraum als Schulungszimmer

Laut Ortsvorsteher Kramer wurde der Feuerwehr der Abstellraum vor langer Zeit in Aussicht gestellt. Es sei nur fair, wenn sie ihn für ihren Schulungsraum erhalten. Und: Seit 1992 sei der Gesangverein in seinem derzeitigen Raum. Zahlreiche angesammelte Vereinsgegenstände wie ein Klavier, Pokale und Notenschränke sollen laut dem Ortsbeirat auch dort bleiben. Auch der kleine Saal im Obergeschoss ist keine Option für das Gremium um Kramer. „Das ist der Raum, der hier im Holzhäuser Bürgerhaus Geld bringt“, sagte Kramer. „Hier finden Jahreshauptversammlungen, private Feiern und vieles mehr statt.“ Ihn für einen Verein oder die Feuerwehr zu blocken sei nicht zielführend.

Einsatzabteilung will den Umbau stemmen

Holzhausens Brandschützer wollen nach eigener Aussage keinem anderen Verein einen Raum wegnehmen und auch nicht in einen öffentlich zugänglichen Raum wechseln. Die Feuerwehr um Wehrführer Jens Reuter würde gerne in Eigenleistung einen Schulungsraum im Abstellraum über der Fahrzeughalle ausbauen. Dies sei sinnvoll - auch im Hinblick auf die geplante Schwarz-Weiß-Trennung, wegen der die Teeküche neben der Fahrzeughalle weichen muss. Diese kleine Küche könnte dann ebenfalls im Schulungsraum unterkommen, so der Plan der Einsatzabteilung.

Laut Bürgermeister Bernd Schmidt ist im großen Bürgerhaus der Feuerwehr die Möglichkeit, Schulungen anzubieten, „in jedem Fall gewährleistet“ - wenn auch in einem anderen Raum.

Diese Woche beschäftigen sich die Ausschüsse der Dautphetaler Gemeindevertretung mit der Beschlussvorlage. Am Montag, 6. November, entscheidet die Gemeindevertretung.

von Christian Röder

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